...ja, besten Dank!
Ich möchte an dieser Stelle noch die Story um die "erste große Modellpflege" der ersten 523/324 Allradler anfügen. Denn neben ersten Anpassungen in 1968 an Haube, Tank, Kotflügel, etc., war es ja Anfangs in 1967/68 so, dass für beide Typen die Getriebevarianten 20 u. 25km/h, mit u. ohne Mähwerkantrieb, mit oder ohne Wegezapfwelle, mit Einfach oder Doppelkupplung (ZW-Kupplung) zur Verfügung stand. Das Ganze mit einer Gesamtübersetzung von i-ges.:1,654 nach vorn auf die ZF AP-L3050. Das hatte an Radreifenkombinationen zur Folge: beim 523A (teilweise auch beim 624A als Sonderausst.) die 16.9/14-30 oder 14.9/13-30 hinten, jeweils gepaart mit den 10.5-18 (meistens als MPT-Reifen) an der Vorderachse. Beim 624A war Standardmäßig damals schon 16.9-34 oder wahlweise 13.6-36 in Kombination mit 12.5-18 oder 10.5-20 auf der VA üblich/möglich. Nun gab es daraufhin schon kurze Zeit später negative Rückmeldungen aus Vertrieb u. Kundschaft, bzgl. recht wenig Zugleistung der kleinen MPT-Vorderräder in Relation zum Mehrpreis, vorallem aber auch wegen zu wenig Bodenfreiheit z. B. bei Pflugarbeiten -> da schleifte schon mal das Achsgehäuse bei tiefer Pfurche am Boden...
Das Werk reagierte 1969 mit der eben schon o. g. "Modellpflege" und spendierte den beiden Typen 24" Vorderräder auf der weiterhin bis ´71/72 verwendeten APL-3050, was dann auch eine Änderung der Gesamtübersetzung i-ges.: von 1,413 zur Folge hatte, da man ja auf der Hinterachse gleich blieb und nicht noch größer werden konnte/wollte in Relation was damals in der 48/58PS Leistungsklasse üblich war. Ferner wurde aus der 25km/h Ausführung eine echte 30km/h Schnellgangvariante und die hydr. Lenkung (mit ZF-Lenkorbitrol und einem Hydraulikzylinder unten quer liegend hinter der VA) kam mehr u. mehr bei den Allradlern zum Einsatz, war aber laut Ausstattungsliste immer noch Aufpreispflichtig! Diese ganzen Modifikationen liefen dann bis Auslauf 1972, also bis das "neue" Design mit Alugrill, neuer Beschriftung u. höheres Verdeck dazu kam. Aus 523 wurde der 553, aus 624 der 654. Die Allradler bekammen fortan nun alle vom 553A-1246 die neue AP-L1551 oder auc die 3052. Der 1969 dazugekommene 724 blieb bis 1974 der 724, 1971 kam noch der 824 dazu, Anfangs noch mit Kunststoffgrill und nach ca. einem Jahr bekam der 824 statt dem D239, den hubraumstärkeren D246-Motor. Die 724/824 bekamen natürlich dann auch den Alugrill, neues Design, etc., bis zur Ablösung der alten CM-Serie (mit den schönen runden Kotflügeln und der hakligen Gruppenschaltung...), Mitte 1974 durch die 44er Serie, die doch einige technische Verbesserungen und mehr Fahrkomfort mitbrachten!
...so, nachfolgend noch einige Bilder eben dieser neuen Varinten aus den Baujahren 1969-72 mit 24" Vorderrädern, in dem Falle hier 16.9-34 mit 10-24
manch einer übertrieb dann auch und es wurde umgerüstet, wie hier zu sehen auf sehr üppig dimensionierten Radialreifen im Format 380/70R24 in Kombination mit 520/70R34
oder etwas weniger 320/70R24, war auch ok...
Serienmäßig maximal möglich war damals wie schon erwähnt die 16.9-34 in Kombination mit 10-24AS vorn.
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Gaggenau / Neuss / Forstern