Die ersten Allradschlepper aus Neuss - 523, 624. Infos gesucht

...vielen Dank, Martin! Schon erstaulich das für die ersten Allradler überhaupt eine vollwertige hydraulische Lenkung über Orbitrol u. nicht nur als eine Lenkunterstützung (wie Calzoni o. ä.) lieferbar war!  P.S.: Laut den Listen von Matbush wurde dein Schlepper genau genommen Mitte/Ende September 1967 gebaut. Die ursprüngliche EZ dürfte dann erfahrungsgemäß wohl etwa Oktober / November sein!? Da waren die jungen Herren in Rommerskirchen wohl etwas zu Früh dran...!? ;-))

@Taake: Aud der Liste mit den Getriebeschlüsselnummer meint man mit "1, 2.,3, 4.,5. Stelle" die jeweilige Ziffer vom 2. Nummernblock hinter dem Schrägstrich von der Getriebenummer am Block rechts.

Gruß

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Hallo zusammen, 

das Thema ist interessant!

Ich habe auch noch einen 523A (ohne S) beizutragen, EZ03/69. Keine Agriomatik, mit hydraulischer Lenkung.

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Viele Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel,

da ist dein 523 aber noch in einem guten Originalzustand, falls das Bild aktuell ist?! Hättest Du auch die FIN zur Hand, dann könnten wir dir sagen wann der Schlepper in Neuss vom Band lief!? Mit welcher Geschwindigkeit ist er im Brief eingetragen u. wie ist die Haube vorn angeschraubt? Unten mit M8 Schrauben durch die großen Löcher, oder schon etwas weiter oben mit den Schlitzschrauben? Mit FL ohne Agriomatic ist es natürlich etwas schwerfälliges Schalten; immer mit dem unsynchronisierten Gruppenhebel Vorwärts-Rückwärts, oder...!?

Gruß

Thorsten

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...im Zusammenhang mit dem "Hype" um die (ersten) CM-Allradler, hier mal ein Paradebeispiel aus dem Netz: 

Wenn der Besitzer dieses (sehr späten) 523AS nur annähernd seinen angesetzten Preis bekommt, dann hieße es quasi "Alt für Neu" 

Mit anderen Worten: Auch mit FL, Servo, Verdeck, etc. hat dieser 523 Allrad Anfang der 70er nie mehr als DM34000.- gekostet...!?

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Insofern, war der Kauf vor 50 Jahren schon eine recht gute Kapitalanlage, für ein tagtägliches Arbeitsgerät in der Landwirtschaft...

Gruß ;-))

 

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Hallo Thorsten,

die Haube ist schon die kurze , befestigt mit den oberen Schrauben ohne die Löcher unten. Eingetragen ist er mit 23 KM/H. nach der FIN müsste er aus ’69 stammen ( NT71168X). 

Ja, unsynchronisiert vorwärts / rückwärts ist ein gemächlicher Vorgang, aber er muss ja auch nicht täglich arbeiten . 

Gruß

Daniel
 
...so, nachfolgend mal wieder ein Allradler der ersten Stunde! Dieser 523A trägt die FIN NT-709108 und ist bis jetzt der 3. älteste bekannte Allradler aus Neuss!? Er wurde ca. Mitte Oktober 1967 gebaut und am 05.12.67 im östlichen Bayern erstmals zugelassen. Ausgestattet mit Agriomatic-S, ohne hydr. Lenkung, mit 540er ZW, aber ohne manuelle ZW-Kupplung und wahrscheinlich schon mit FL Baas Gr.3 !? Natürlich auch noch mit kleinen 18" Vorderrädern, kurzem Tank, die lange Haube mit Befestigung über die großen Löcher vorne unten mit M8. Der Sabre Delux-Sitz und dier Hilfsrahmen mit 11 FGW sind nachgerüstet, da m. W. diese Teile in 1967 ab Werk noch nicht verfügbar waren...!?

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...als kleinen Gegensatz anbei noch ein schönes Foto eines etwas späteren CM-Allradler (also ab ´69). In diesem Falle ebenfalls ein 523A mit 24" Vorderräder, großem Tank u. kurze Haube mit Befestigung vorne etwas weiter oben mit Schlitzschraube.. Die Haubenbeschriftung auch schon geklebt u. das "INTERNATIONAL" groß und "McCormick" klein darüber. Interessant hier ist der hohe Luftansaug mit Zyklon auf der Haube! Spricht eigentlich eher für Ländervariante Frankreich/Italien, ich glaube in diesem Falle aber eher an eine Nachrüstung, da m. W. die 523/624 von Anfang bis Ende durchgängig mit Ölbadlauffilter vorn unter der Haube vor dem Kühler, ausgestattet waren!? 

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Haubenaufkleber CM-Serie bis ´68

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Guten Morgen, einfach traumhaft die Idee die ersten hier mal richtig zu feiern !!!! Tolle Bilder , ich bin in der Zeit zurückversetzt und begeistert !

Gruß Jürgen 

 
 
...vielen Dank, Jürgen! 

So, nachfolgend 2,3 Detailbilder vom Antriebsstrang der ersten Allradler aus Neuss:

Man sieht sofort die dicke ZF AP-L 3050 mit dem "Wickelschutz" um das vordere Kreuzgelenk der im Durchmesser recht stark dimensionierter Kardanwelle (die vom 33er ist wesentlich dünner...). Das Ganze angetrieben von einem ebenfalls sehr massiv ausgelegtem ZF-Allradabtrieb, der linksseitig an der 3. Getriebekammer vom IH-eigenen 8+4 Getriebe angeflanscht ist. Das Getriebe selbst kam vom Partnerwerk aus Frankreich und fand bei allen großen CM-Schlepper von 1965 bis 1974 (ab ´67 mit Allrad), also im 523 bis 824 von 48 bis 75PS, Verwendung. Wahlweise auch als Agriomtic-S, mit 540er oder/und 1000er Zapfwelle, mit oder ohne Zapfwellenkupplung linksseitig von Hand, in 20, 25, oder 30km/h Ausführung. Für die unteren Leistungsklassen, insbesondere die 3 Zyl. im 523/553 war das Getriebe -> wie auch die ZF-Vorderachse, eigentlich komplett übersimensioniert, wurde aber aus Kostengründen mit den größeren CM-Typen bis zum 824, quasi verblockt. Ab 1971/72 wurde die AP-L 3050 gegen die modernere 1551, bzw. auf Wunsch auch die 3052 Vorderachse, ersetzt und diese fanden dann auch durchgängig im 553/654/824A Verwendung. Beim 724A kam die Umstellung von 3050 auf die 1551 quasi mit Einführung des Alugrill. Es sollen angeblich auch einige sehr späte 523/624A mit der 1551/3052 ab Werk ausgerüstet worden sein!? Aber das war schon sehr selten...  

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...vielen Dank des Lobes, lieber Jürgen! ;-))

Nun ja, die Felgen auf dem oberen Bild sind schon die Originalen von damals! Und bei den Reifengrößen der heutigen Radialreifen zu den damaligen Diagonalen, ist es ja so wie allseits bekannt: Aus 16.9-34 wurde bspw. ein 420/85R34 und ein 320/70R20 hieß damals noch 10.00-20. Diese Kombination war damals die (glaube ich...!?) meistgewählte Reifenkombination bei den ersten 624 Allradlern in 67/68. Gut ok, hier auf dem Bild ist es nur ein 523A, aber ansonsten war bis auf den fehlenden 4. Zylinder, ja untereinander quasi alles identisch bei den ersten CM´s.

Gruß 

Thorsten

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Moin. 

Bei meinem 65er 523 Hinterrad waren serienmäßig 12.4/ 36 drauf. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Ich hätte nicht gedacht das es dort auch 16.9/34 gab. Die habe ich am 724 AS mit 11.2/24 an der Vorderachse, das passt gut.

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Aktuell sind 14.9/30 am 523, ein Traum wären 16.9/30 an der Hinterachse.

Gruß Jürgen
 
..so, hier noch ein paar alte Aufnahmen von den CM-Allradlern:

Ein 724A beim Schneeschieben im Schneechaos Winter 1978/79

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Die "Flotte" eines LU Anfang der ´70er, bestehend aus 523, 624, 724A  und Unimog 401 "Froschauge". Was heutzutage Hobbyfahrzeuge sind, waren früher teilweise Vollerwerbsarbeitsplätze... 

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Ein 624A geht bei einer Vorführung 1969 die "Wand hoch"

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IHC-Prospekte Allradschlepper 523 u. 624 aus 1968/69

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...ja danke, Jürgen!

Ergänzend möchte ich noch 2, 3 Bilder eines recht frühen 523A von einem Forumskollegen hier einfügen. Dieser Schlepper hat auch noch die kleinen Vorderräder, aber mit Blechkotflügel, was recht ungewöhnlich ist!? Hinten hat er trotz Serienbereifung 14.9/13-30, schon die Kotflügelverbreiterung aus Gummi, was bei den CM´s eigentlich eher bei Bereifung 16.9 üblich war. Ferner noch ein originales Fritzmeier Verdeck M210(?) u. FL BAAS Gr. III

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Absolute Spitze was hier zusammen getragen wird. Besonders die alten Aufnahmen sind so wunderschöne Zeitdokumente. Das Bild vom "Lohner" ist für mich noch so real ....Wahnsinn ...bitte weitermachen !!!#

Gruß Jürgen 
 
...ja, besten Dank!

Ich möchte an dieser Stelle noch die Story um die "erste große Modellpflege" der ersten 523/324 Allradler anfügen. Denn neben ersten Anpassungen in 1968 an Haube, Tank, Kotflügel, etc., war es ja Anfangs in 1967/68 so, dass für beide Typen die Getriebevarianten 20 u. 25km/h, mit u. ohne Mähwerkantrieb, mit oder ohne Wegezapfwelle, mit Einfach oder Doppelkupplung (ZW-Kupplung) zur Verfügung stand. Das Ganze mit einer Gesamtübersetzung von i-ges.:1,654 nach vorn auf die ZF AP-L3050. Das hatte an Radreifenkombinationen zur Folge: beim 523A  (teilweise auch beim 624A als Sonderausst.) die 16.9/14-30 oder 14.9/13-30 hinten, jeweils gepaart mit den 10.5-18 (meistens als MPT-Reifen) an der Vorderachse. Beim 624A war Standardmäßig damals schon 16.9-34 oder wahlweise 13.6-36 in Kombination mit 12.5-18 oder 10.5-20 auf der VA üblich/möglich. Nun gab es daraufhin schon kurze Zeit später negative Rückmeldungen aus Vertrieb u. Kundschaft, bzgl. recht wenig Zugleistung der kleinen MPT-Vorderräder in Relation zum Mehrpreis, vorallem aber auch wegen zu wenig Bodenfreiheit z. B. bei Pflugarbeiten -> da schleifte schon mal das Achsgehäuse bei tiefer Pfurche am Boden...

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Das Werk reagierte 1969 mit der eben schon o. g. "Modellpflege" und spendierte den beiden Typen 24" Vorderräder auf der weiterhin bis ´71/72 verwendeten APL-3050, was dann auch eine Änderung der Gesamtübersetzung i-ges.: von 1,413 zur Folge hatte, da man ja auf der Hinterachse gleich blieb und nicht noch größer werden konnte/wollte in Relation was damals in der 48/58PS Leistungsklasse üblich war. Ferner wurde aus der 25km/h Ausführung eine echte 30km/h Schnellgangvariante und die hydr. Lenkung (mit ZF-Lenkorbitrol und einem Hydraulikzylinder unten quer liegend hinter der VA) kam mehr u. mehr bei den Allradlern zum Einsatz, war aber laut Ausstattungsliste immer noch Aufpreispflichtig! Diese ganzen Modifikationen liefen dann bis Auslauf 1972, also bis das "neue" Design mit Alugrill, neuer Beschriftung u. höheres Verdeck dazu kam. Aus 523 wurde der 553, aus 624 der 654. Die Allradler bekammen fortan nun alle vom 553A-1246 die neue AP-L1551 oder auc die 3052. Der 1969 dazugekommene 724 blieb bis 1974 der 724, 1971 kam noch der 824 dazu, Anfangs noch mit Kunststoffgrill und nach ca. einem Jahr bekam der 824 statt dem D239, den hubraumstärkeren D246-Motor. Die 724/824 bekamen natürlich dann auch den Alugrill, neues Design, etc., bis zur Ablösung der alten CM-Serie (mit den schönen runden Kotflügeln und der hakligen Gruppenschaltung...), Mitte 1974 durch die 44er Serie, die doch einige technische Verbesserungen und mehr Fahrkomfort mitbrachten! 

...so, nachfolgend noch einige Bilder eben dieser neuen Varinten aus den Baujahren 1969-72 mit 24" Vorderrädern, in dem Falle hier 16.9-34 mit 10-24

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manch einer übertrieb dann auch und es wurde umgerüstet, wie hier zu sehen auf sehr üppig dimensionierten Radialreifen im Format 380/70R24 in Kombination mit 520/70R34

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oder etwas weniger 320/70R24, war auch ok...

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Serienmäßig maximal möglich war damals wie schon erwähnt die 16.9-34 in Kombination mit 10-24AS vorn.

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