Mein IHC 946

Hallo Jungs,

hier etwas neues von unserem "Lebensretter". Am 1.Mai gab es einen (schweren) Unfall einer Kerbegesellschaft auf dem Weg zu unserem Grillfest. 

Der mit Personen voll beladene Anhänger der Gruppe sackte auf einen durchweichten Feldweg ab und blieb im Hang (glücklicherweise) stecken. Die von uns heraneilenden FF-Kräfte fuhren sich auf dem schlammigen Untergrund fest und kamen nicht mehr vor und zurück. 

Also wurde kurzer Hand unser 946 zum Einsatz gebracht.

Hier auf dem Bild zu sehen unser 946 beim Transport von leichtverletzten zum etwa 1,5 km entfernten Sammelplatz der eingerichteten Verletzten-Sammelstelle.

 
Das Bild stammt von den Feuerwehrkameraden von "Wiesbaden112.de" 

Bilanz des Tages:
- Transport von leichtverletzten Personen
- Mithilfe beim Bergen des Anhängers (herausziehen aus dem Hang)
- Befreien unseres TSFW
- Befreien eines Allrad Löschfahrzeuges aus dem aufgeweichten Erdreich

P.S. Wer die gesamte Geschichte nachlesen möchte: http://www.wiesbaden112.de/?p=8584 

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Gruß Sven

"Ich bin der Schlepper aus dem Neusser Land, und hab geschleppt schon allerhand, die größten Pflüge weit und breit, zum Schleppen hab ich immer Zeit."

Unser 946
 
Sehr schönes TSF, aber in Geländerausführung wäre es in Euren Breiten wohl noch besser.

Jetzt kannst Du für deinen IHC ein Blaulicht beantragen, die richtige Farbkombination hat er ja schon. ;)

Gruß Hennak
 
Das schlimme an den ganzen FF-Fahrzeugen ist ja, dass sie landesweit gleich bleiben sollen mit Beladung für "regionale Besonderheiten". Wäre es nach uns gegangen, dann hätten wir ein MAN TSF-W mit großer Kabine und 7,5 t oder ein StLF genommen. Aber da es eine Landesbeschaffung war, wurde es eben ein 6,3 t IVECO nach Landesnorm mit 1000l Wasser und 5,5 kVA Stromgenerator =). Das ist wirklich super, solange es nicht ins Gelände geht. Selbst das geländefähige LF 10/6 KatS hat Schwierigkeiten bekommen, weil der Boden einfach nicht tragfähig war.
 
Hallo Hook !

Ich denke mal, dass es wirklich am aufgeweichten Boden lag und auch daran, dass Euer TSF-W eine kleine Bereifung aufweist. Das selbe "Problem" haben wir mit unserer Drehleiter (DLA-K 18/12). Sie hat eine kleine City- Bereifung und 300 PS. Sobald du auf dem Rasen stehst und nicht aufpasst hast du dich eingegraben, aber ansonsten ein richtig geiles Teil.

Der Fahrer vom Traktorgespann wird wahrscheinlich auch nicht mehr seines Lebens froh, 35 Leute auf so einem kleinen Hänger, totaler Leichtsinn. Von der Verletzung der Straßenverkehrsordnung mal ganz zu schweigen.

3- fach gut Schlauch, IHC-MOL.
 
Hallo Jungs,

es gibt wieder mal neue Bilder von unserem 946 :o) Bild Nummer eins zeigt unseren Dicken bei seiner damaligen Ankunft bei uns. Bild Nummer zwei ist vor ein paar Tagen beim Pressen entstanden





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Gruß Sven

"Ich bin der Schlepper aus dem Neusser Land, und hab geschleppt schon allerhand, die größten Pflüge weit und breit, zum Schleppen hab ich immer Zeit."

Unser 946
 
Hallo zusammen,

Die Restaurierung an unserem Schlepper geht kontinuierlich weiter. In den letzten anderthalb Jahren haben wir die Heizung und Lüftung komplett neu aufgebaut. Das klingt erstmal ziemlich einfach und unspektakulär, es war allerdings alles andere als das. Der allererste Funktionstest der Lüftung nach dem Kauf war ernüchternd: es passierte nämlich einfach nichts. Ein Blick unter den Kabinenhimmel verriet uns auch warum. Der Gebläsekasten war nicht vorhanden. Also haben wir nach diesem Kasten und dessen Inhalt Ausschau gehalten. In unserem Beitrag Lüftung/Heizung Comfort 2000 Kabine auf 946 haben wir nach Teilen gefragt und was wie wo angeschlossen werden muss, sowie den Fortschritt festgehalten. Danke an alle, die uns geholfen haben, ob mit Beiträgen und/oder Bildern oder einfach mit kleinen persönlichen Tipps über PM. Das Ergebnis wollen wir euch nicht vorenthalten, denn bestimmt sind die Bilder und alles, was dazu gehört, für den einen oder anderen interessant. Hier kommt die Geschichte in Bildern von Anfang an:

Am Anfang standen wir wie gesagt vor dem Problem, dass uns die Komplette Heizungs- und Lüftungsanlage gefehlt hat. Da die Teile für die Comfort 2000 Kabine sehr schwer zu bekommen sind, wenn es sich nicht gerade um Normteile handelt, gingen wir also auf die Suche. Erfreulicherweise fanden wir nach relativ kurzer Suche jemanden, der diesen Gebläsekasten in einer Scheune rumstehen hatte und uns verkaufte. Wir bekamen zwei Bilder zugeschickt und entschieden uns, es mit diesem Teil zu versuchen.



 



 

Wie ihr sehen könnt war uns bereits beim Kauf klar, dass uns einige Teile fehlen werden. Auf den ersten Blick fehlt folgendes:

- das Filterelement
- die Innenleuchtenabdeckung
- der Drehschalterknauf der Lüftungssteuerung
- das Schraubventil

Insgesamt war das Gebläse in einem mittelprächtigen Zustand, aber so hatten wir wenigstens etwas zu tun. Offensichtlich war einiges verbastelt, was uns aber nicht davor abhielt, das Teil zu kaufen. Wir waren froh, dass wir etwas gefunden haben, auch wenn es nicht in unseren vorhandenen Kabinenhimmel passt. Zur Erinnerung, so sieht unser Kabinenhimmel aus:

 



 

Wir haben die alte Version des Kabinenhimmels ohne Radio, obwohl der Vorbesitzer trotzdem ein Radio verbaut hat. Da eine Heizung im Winter und die Lüftung im Sommer in der Comfort 2000 Kabine aber unverzichtbar sein sollen, nahmen wir auch das in Kauf. Übrigens war das Arbeiten bei 35° mit eingeschalteter Lüftung wirklich wesentlich angenehmer. Aber ich schweife ab.

 

Das Paket kam also bei uns zuhause an. Nach dem Auspacken haben wir den Kasten mit Druckluft abgeblasen, grob gereinigt und Bestandfotos gemacht. Das war das Resultat:

 



 



 



 



 

Das Gehäuse an sich sah gar nicht schlecht aus. Es ist nicht verbogen, eingedrückt oder stark verrostet. Ein bisschen neue Farbe und die Hülle ist wieder in Ordnung. Schauen wir also mal in das Innere des Kastens:

 



 



 

Das sah auch gar nicht mal schlecht aus, also haben wir auch hier erstmal alles ausgeblasen und grob gereinigt. Bei den Widerständen hatten wir die Sorge, dass diese Rost haben, beschädigt sind und nicht mehr richtig funktionieren. Aber auch die sahen nach der ersten Reinigung ganz gut aus. Man erkennt auch schon etwas mehr. Der Zustand der "Innereien" war gut, selbst der Wärmetauscher wirkte ganz passabel. Der Funktionstest für alles kam aber später.

 



 



 



 

Das Lüftergehäuse ist auf den ersten Blick soweit in Ordnung, die Widerstände für die Lüftergeschwindigkeit ebenso. Man erkennt schön, dass die Widerstände 0,8 und 1,8 Ohm haben. Der Lüftermotor war seltsam angeschlossen. Inbesondere hat es uns stark gewundert, dass der Lüftermotor so viele Anschlüsse hat. Eigentlich reichen Plus und Masse aus, damit dieser läuft. Aber dazu später mehr. Erstmal war wichtig, dass der Motor überhaupt funktioniert. Also haben wir den Motor an einen Starterblock gehängt und siehe da, er lief anstandslos. Das erste Erfolgserlebnis bei der Wundertüte "Gebläsekasten".

Es ging also los. Den Anfang machte die Instandsetzung und Reinigung des Lüfters. Damit das funktioniert, musste der Lüfter aus dem Gehäuse raus. Der Lüfter wird von vier gebogenen Klammern am Gebläsekasten gehalten. Nach dem Aufbiegen der Klammern, hing das Lüftergehäuse noch an einem Komprimierband. Also kurz das Messer angesetzt und das Band durchtrennt. So sah es danach aus:

 



 



 



 

Das Auseinandernehmen und Reinigen des Lüfters habe ich bereits auf Seite 3 in dieses Beitrags beschrieben. Deshalb geht es an dieser Stelle mit dem Zusammenbau des Gebläsekastens nach der Zerlegung weiter.

Fortsetzung folgt...
 
Nach einer gründlichen Reinigung des Gehäuses und etwas neuer Farbe konnte die Neubestückung beginnen. Dazu wurde ein Radio-DIN-Schacht in den Rahmen des Gehäuses eingebaut. Da der originale Rahmen für das Radio zu klein ist, habe ich den Rahmen etwas mit einer Eisenfeile bearbeitet. Viel fehlte nicht, so dass es kein großer Aufwand war. Hier ein paar Fotos zum leeren Gehäuse:

 

Gehäuse von unten:

 



 

Gehäuse von links:

 



 

Gehäuse von rechts:

 



 

Gehäuse von oben:

 



 

Gehäuse von vorne:

 



 

 

Als erstes habe ich den vorderen Teil des Gehäuses neu aufgebaut. Dazu habe ich diese Teile verwendet:

 



 

Der Gebläseschalter war noch original beim Kauf vorhanden, allerdings ohne Drehknauf! Den habe ich unserem 946 genommen:

 



 

Bei dem Gebläseschalter handelt es sich um einen Schalter der Firma INDAK. Wer einen solchen benötigt, findet Infos unter www.indakswitches.com/rotary-switches/4-position-square-case-rotary-switches/



 

In meinem Fall hat der Gebläseschalter 5 Anschlüsse:

 



 



 

Dazu kommt hier die originale Innenlampe aus der Comfort 2000 Kabine. Sie hat zwei 5W Sofitten als Leuchtmittel und einen einstufigen Zugschalter:

 



 

Der Heizungskreislauf kann mithilfe eines kleinen Ventils geregelt werden. Dieses ist links oben in dem Gebläsekasten untergebracht. Da wir keins hatten bei der Anlieferung des stark gebrauchten Teils, musste ich ein neues besorgen. Wir sind in England in der Bucht fündig geworden; zwei nagelneue originale Ventile. Eins habe ich hier zum Verkauf angeboten und es ging an einen Foristen aus Österreich. Wenn das mal keine intereuropäische Zusammenarbeit ist. Hier ein Bild im gelieferten Neuzustand:

 



 

Normalerweise ist ein roter Zugschalter vorhanden, der die vorderen Arbeitsscheinwerfer schaltet. Dieses haben wir ausgebaut und ein Viereck ausgeschnitten, um einen weiteren Schalter setzen zu können. Die Wahl fiel auf Schalter aus dem Hella-Sortiment mit Auffind- und Funktionsbeleuchtung, so dass die Schalter zu jeder Tages- und vorallem Nachtzeit gesehen werden. Es wurden 4 Schalter verbaut:

- 1x Arbeitsscheinwerfer vorne
- 1x Arbeitsscheinwerfer hinten
- 1x Arbeitsscheinwerfer unterhalb der Außenspiegel
- 1x Innenleuchte

Nach mehrmaligem Überlegen verwenden wir doch den originalen Zugschalter für die Innenleuchte. Zum einen ist das Loch für den Zugschalter bereits vorhanden, zum anderen habe ich so noch die Möglichkeit die Bedienung für den Scheinwerfer (oder anderes) dort anzubringen. Da die Hella Schalter modular aufgebaut sind, können diese immer sehr einfach gewechselt werden. Hier die verwendeten Teile:

 



 

Der Zusammenbau kann starten. Das aber im nächsten Teil.
 
Das Einsetzen der ganzen Teile ist denkbar einfach. Die Schalterrahmen werden in die Aussparungen eingesteckt, anschließend werden dort die Schalter eingelassen. Das Radio wird in den DIN-Radioschacht geschoben und verriegelt automatisch. Der Schalter für die Belüftung wird von hinten durch das Blech geschoben und vorne mit der Mutter fixiert.

Die Bedeutung der Schalter für uns von links nach rechts: Arbeitsscheinwerfer Spiegel, Innenleuchte, Arbeitsscheinwerfer vorne, Arbeitssscheinwerfer hinten.

So sieht das ganze nach dem Einbau aus:



 

Die Innenleuchte wird von unten mit zwei Schrauben am Blech montiert, ebenso das Ventil:



 

Zusammen sieht man hier links das Ventil für den Heizungskreislauf, mittig die innenleuchte mit Abdeckung und rechts den Zugschalter für die Innenleuchte. Letzterer ist analog zum Gebläseregler durchgesteckt und mittels eines Mutter von unten befestigt. Das Loch ganz rechts wurde vom Vorbesitzer zusätzlich gebohrt und beherbergte einen zweiten Zugschalter. Auch dafür gibt es sicherlich eine Verwendung, z.B. eine Rundumkennleuchte oder ähnliches:



 

So sieht es von hinten oben aus. Man erkennt schön die Anschlüsse für den Heizungskreislauf, den Zugschalter für die Innenleuchte und sämtliche Schalter-Pins:



 

Und noch mal von vorne. Hier sieht man, dass schon einiges an Schaltern und Reglern verbaut ist:



 

Weiter ging es mit der Verkabelung. Der Kabelbaum war alles andere als original und total verbastelt. Der Gebläseschalter war folgendermaßen angeschlossen:



 

Für die richtige Funktion des Gebläseschalters sind vier Leitungen notwendig: Gebläsestufe 1, Gebläsestufe 2, Gebläsestufe 3 und das geschaltete Plus. Man könnte das Gebläse auch an Dauerplus anschließen, aber so ist bei Zündung aus auch wirklich alles aus. So sieht die Neuverkabelung aus:



 

Der Zugschalter für die Innenleuchte habe ich an dem Kabelstrang für den Gebläseschalter entlang gelegt. Braun ist die Fahrzeugmasse, also Minus, Schwarz ist Dauerplus. Der Stromkreis der Innenleuchte wird über ein der beiden Befestigungsschrauben hergestellt:



 

Nach dem Anschließen des Gebläse- und des Zugschalters wird der ganze Strang nach vorne gelegt:



 

Der Kabelteil mit den Schaltstufen geht weiter Richtung Gebläsemotor, der andere Teil mit Masse, Zündungsplus und Dauerplus endet in einem 3-poligen Stecker. Die beiden braunen Kabel sind noch nicht im Stecker befestigt, weil zu diesem Zeitpunkt die passende Steckzunge für 4-6 qmm Kabeldurchschnitt nicht vorhanden war:



 

Der Kabelstrang für die Schaltstufen 1 und 2 wird an die beiden Widerstände im Gehäuseinneren angeschlossen, das Kabel für die Schaltstufe 3 direkt an den Gebläsemotor:



 

Damit ist die Verkabelung des Gebläsekastens abgeschlossen. Weiter geht es mit dem Heizungskreislauf im nächsten Teil.
 
Der letzte Schritt für die Heizung ist der Einbau in den Kühlwasserkreislauf. Hier wird lediglich kurz auf die Komponenten des Gebläsekastens eingegangen. Los geht‘s!

 

Im ersten Schritt haben wir den Wärmetauscher gesäubert. Bei der Reinigung muss besonders auf die Lamellen geachtet werden, damit diese nicht verbiegen. Den groben Schmutz haben wir mit Druckluft entfernt. Das dauert ein bisschen, weil es gerade bei den Lamellen viele Zwischenräume und Platz für Schmutz gibt. Der hartnäckigere Schmutz an den Lamellen geht mit einer Messingbürste gut ab. Anschließend habe ich mit einem feuchten Tuch alle Zwischenräume gereinigt:



 

Die Anschlüsse am Wärmetauscher sind mit ca. 15 cm langen Schläuchen belegt gewesen. Da ich nicht weiß, ob das alles original ist, sind die Schläuche erstmal weg gekommen. So sehen die kurzen Schläuche aus:



 

Nach dem Einsetzen des Wärmetauschers wird die Schlauchverbindung zwischen dem Ventil und dem Wärmetauscher hergestellt. Wir haben den linken Anschluss des Ventils gewählt und den Schlauch vor dem Filterelement nach hinten gelegt. Der Vorlauf vom Kühlwasserkreislauf wird über einen Schlauch im rechten vorderen Kabinenholm an die rechte Ventilseite hergestellt:



 

Hier der Anschluss am Wärmetauscher:



 

Und so sieht die gesamte Verschlauchung aus:



 

Noch ein Blick in das Innere des jetzt komplett aufgebauten Gebläsekastens:



 

Et voilà: Alles fertig!



 

Wir hoffen, dass wir mit dieser Instandsetzungsanleitung allen helfen können, die Probleme mit ihrer Heizung haben, oder einfach mal groß Reinemachen müssen. Bei Fragen könnt ihr uns jederzeit anschreiben.

Viele Grüße,
{HOOK}
 
Servus,

klasse deine Anleitung.

Allerdings habe ich eine Kritik:
Wieso kommt deine Anleitung nicht in die Rubrik Reperaturanleitungen, sodass man diese wieder leichter finden kann?

Mach weiter so. *THUMPSUP*

Grüße aus Bayern

Hannes
 
Hallo Hannes,

Danke für das Lob und die Kritik!

Kurz zum kritisierten Punkt: In erster Linie ging es mir darum, dass alle Reparaturen, die zu unserem Schlepper gehören, auch zusammengefasst in "seinem" Beitrag stehen. Wenn ihr als Leser dann der Meinung seid, dass diese Anleitung für die Kategorie "Reparatusanleitungen" taugt, dann kann ich den Bericht gerne noch mal überarbeitet und noch detaillierter dort einstellen. Wichtig ist, dass eben genau solche Rückmeldungen kommen, damit ich reagieren kann. ;-)

Viele Grüße,
{HOOK} 
 
Vorab-Info: Demnächst wird der zweite Heizungstyp für Comfort 2000 Kabinen von uns instandgesetzt. Dabei handelt es sich um die Variante ohne den Bügel vorne, der die Schalter und die Radioaufnahme enthält. Dieser soll dann Einzug in unseren 946 halten, weil wir dazu auch den passenden Himmel und Ausströmer haben. Da wir diesen erst vor kurzem kaufen konnten, steht die in dem Bericht erwähnte Heizung dann zum Verkauf. ;-)
 
Gestern habe ich mir die Kiste mit den Heizungsteilen aus der Scheune geholt und ausgepackt. Die Teile sehen gar nicht so schlimm aus, trotzdem ist einiges zu tun. Soweit ist auch alles komplett, leider fehlen die Widerstände für die unterschiedlichen Lüfterstufen.

Den Anfang der Instandsetzung machen wieder der Lüfter und dessen Gehäuse. Beides kam vom Vorbesitzer zerlegt an, aber auch hier scheinen auf den ersten Blick alle Teile vorhanden zu sein. Nach den wahrscheinlich sehr vielen Jahren des Einsatzes, ist alles entsprechend verdreckt und bedarf einer größeren Reinigung. Also ging erst mal alles in einer Eimer Wasser mit Spüli zum Einweichen.

Der Dreck ging dadurch erwartungsgemäß nicht ab, wurde aber so weich, dass ein einfaches Schwammtuch ausreichte, um die Verschmutzungen zu beseitigen. Das Lüftergehäuse ist im zerlegten Zustand an einigen stellen scharfkantig, was die Reinigung nicht unbedingt erleichtert, und so hat das Schwammtuch etwas gelitten. Aber irgendwie muss man ja in die letzten Ecken reinkommen.

Nach dieser ersten schon recht guten Reinigung, habe ich alles noch mal mit einem Fensterreiniger eingesprüht und abgewischt. Damit ist dann so ziemlich jeder noch vorhandene Schmierschicht weg, die noch übrig geblieben ist. Jetzt glänzen die einzelnen Teile sogar wieder richtig und sind bereit für den Zusammenbau.

Eine der unliebsamen Schritte bei der Reinigung ist das Abziehen der Schaufelräder von der Motorwelle. Das geht je nach Alter und Zustand schon recht schwierig, vor allem will man die Schaufelräder auch nicht beschädigen. Da dessen Plastik nicht mehr da frischeste ist und bei stärkerer Kraftanstrengung brechen könnte, braucht es hier das richtige Verhältnis von Kraft und Fingerspitzengefühl. Bisher haben sich aber noch alle Räder ergeben. ;-) Ab in den Wassereimer zum Einweichen...

Heute werde ich den Motor auf Funktion testen. Bin gespannt, ob ich ihn zum Leben erwecken kann. Dann werde ich auch diesen Beitrag mit Bildern befüllen, die ich gestern gemacht habe. Falls jemand weiß, woher man diesen Motor möglichst günstig bekommt, falls er kaputt sein sollte, bitte hier posten. Es handelt sich um einen BOSCH 0 130 063 028. Im Internet findest man diesen relativ einfach. Aber bei einem Preis von um die 100,- EUR finde ich den schon teuer. Die BMW verwenden diesen auch als Lüftermotor, allerdings haben diese andere Nummern. Kann jemand sagen, ob und wenn ja welchen anderen ich verwenden kann?
 
Der letzte Beitrag hier ist nun schon eine Weile her. Sehr viel ist nicht geschehen seitdem. Trotzdem gibt es ein paar kleinere Fortschritte zu vermelden. Wir haben einen originalen neuen BOSCH Lüftermotor kaufen müssen, weil der alte einfach fest war und durch nichts zur Funktion überredet werden konnte. Nach der Reinigung und mit dem neuen Motor kann der Lüfter zusammengebaut werden und ist soweit erstmal fertig. Der Gebläsekasten an sich wurde vom Vorbesitzer etwas maltretiert. Weil der Lüfter mit rechteckigem Gehäuse den defekten Motor hatte, hatt er sich scheinbar dazu entschlossen, einen runden Lüfter zu installieren. Dazu wurden aus dem Gehäuse zwei Halbmonde ausgeschnitten, damit der neue Lüfter passt. Diese Halbmondausschnitte sind mittlerweile wieder zu und die ganze Kiste ist bereit für eine Lackierung in matt schwarz. Zudem haben wir nach langer Suche die beiden originalen Widerstände bei einem LaMa finden können. Diese sind gestern angekommen. Wir sind also motiviert, dass wir im April alles fertig bekommen. Später folgen noch Bilder zum aktuellen Status und ein paar Beschreibungen.
 
Hallo zusammen,

Natürlich machen wir auch immer fleißig Bilder, damit ihr die Änderungen nachvollziehen oder den Fortschritt beobachten könnt. Hier kommen die beim letzten Mal versprochenen Bilder zum zweiten Heizungstypen ohne Halter für ein Radio.

In dem Beitrag zur Restaurierung des anderen Heizungskastens haben wir bereits gesagt, dass es sehr schwer ist, überhaupt Teile zu bekommen. Manchmal hilfte der Kollege Zufall, so dass wir jetzt unsere Comfort 2000 Kabine weiter originalgetreu und jetzt mit dem richtigen Heizungskasten (passend zum vorhandenen Kabinenhimmel) aufbauen können. Zur Erinnerung: bei uns sieht der Kabinenhimmel so aus:



 

Fündig wurden wir dieses mal hier im Forum. Nach kurzer Abstimmung mit dem Verkäufer war klar, dass der Kasten nicht mehr dem Original entspricht und auch das Gebläse nicht mehr funktioniert. Aber das schreckt ja einen IHC-Liebhaber nicht wirklich ab. So kam der Kasten bei uns an:



 

Ich erinnere mich nicht mehr, ob ich nach den ganzen Innereien beim Kauf gefragt hatte. Deshalb war ich froh, dass zumindest schon mal der Wärmetauscher beim Öffnen des Paketes herausschaute:



 

Freudig habe ich das Paket weiter ausgepackt, um herauszufinden, was alles noch dabei ist und - vor allem - in welchem Zustand.



 

Alles mögliche lag kreuz und quer im Heizungskasten. Dass der Zustand insgesamt nicht toll ist, war mir aber vorher mitgeteilt worden. Also hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen. Der Zustand des Gehäusedeckels ist in Ordnung. Ein bisschen Rost links und rechts ist kein Hinderungsgrund, diesen nicht neu erstrahlen zu lassen. Für mich ist die Hauptsache, dass das Blech soweit seine alte Form hat.



 

Auch wenn die Teile nur noch lose in dem Gehäuse lagen, war bisher alles sehr brauchbar. Der Lüftermotor stach als nächstes ins Auge:



 

Also erstmal alles ausräumen und eine Bestandsaufnahme machen. Vorhanden war das Heizungsgehäuse mit Deckel, zwei Hälften des Lüftergehäuses, ein Lüftermotor mit zwei Schaufelrädern, ein Wärmetauscher und ein paar Kleinteil in der Plastiktüte. Damit sollte sich doch etwas anfangen lassen.



 

Einen anderen Lüftermotor habe ich bereits in einem anderen Beitrag genau betrachtet, auseinandergebaut, gereinigt und wieder zusammengesetzt. Deshalb verzichte ich diesmal darauf. Ich habe die Teile zusammengelegt. Das passte soweit auf den ersten Blick:



 

Das Gehäuse sah auch nicht beschädigt aus:



 

DIe Oberseite hat sogar noch den originalen 12 V Aufkleber. Sehr schön, wenn auch nicht wirklich wichtig:



 

Alle Plastikteile sind vorhanden und das Gehäuse damit vollständig:



 

Ab ins Wasser, damit der Dreck der letzten Jahrzehnte einweicht und das Gehäuse wieder seinen alten Glanz erhält:



 

Als nächstes habe ich mit die Blechteile genauer angesehen. Der Deckel hat oben einen größeren Rostfleck, was nicht dramatisch ist. Mit ein wenig Schleifarbeit  ist das in den Griff zu bekommen:



 

Das Innere des Gehäuses bietet nicht mehr viel Spektakuläres. Im Vergleich zur anderen Gehäuseversion fehlt hier die Mechanik, mit der das Leitblech im Winkel verstellt werden kann, sowie das Leitblech an sich. Die Lamellen des Wärmetauschers sind teilweise verbogen. Die Reinigung und das Geradebiegen wird wieder einiges an Zeit in Anspruch nehmen.



 

An dieser Stelle erkennt ihr auch schon die beiden halbmondförmigen Ausschnitte in der Gehäuseunterseite. Da der Lüftermotor defekt ist und sich auch durch keinen Reparaturversuch zu einer Funktion überreden lassen wollte, hatte der Vorvorbesitzer einen runden Lüfter eingesetzt und die Halbmonde dafür ausgeschnitten. Das wird natürlich wieder zurückgebaut.



 

Im Grunde ist aber auch hier nichts dabei, was nicht reparabel ist. Den Wärmetauscher müssen wir noch auf Dichtigkeit prüfen.



 

Leider fehlt auch die Elektrik komplett. Die Widerstände, die normalerweise an der linken Gehäuseseite verbaut sind, fehlen. Auch ist die Verkabelung gar nicht mehr vorhanden. Die Kabel sind gar kein Problem, die Widerstände ein ganz erhebliches. Bei den üblichen Verdächtigen für Elektronikbauteile sind Widerstände natürlich zu bekommen, aber natürlich nicht in dieser (Bau-) Form, diesen Widerständsklassen und dergleichen. Wir sind also gespannt, ob sich alles zum Originalen wenden kann.

Das war die Ausgangslage nach der Lieferung.

Viele Grüße,
Euer {HOOK}
 
Nachdem einige Zeit zwischen Lieferung des Heizungskastens und Jahresanfang verstrichen war, habe ich mich wieder der Geschichte angenommen. Die Ausgangslage habe ich oben beschrieben. Damit das Gehäuse wieder aufgebaut werden kann, muss dieses zuerst instandgesetzt und lackiert werden.

Die Instandsetzung haben wir nicht selbst gemacht. Da der Motor unseres 946 überholt werden soll, haben wir uns zum Anheben/Sichern/Unterstützen einen Seilhebezug mit 1 t Zugkraft gekauft. Dafür haben wir ein Vierkantrohr benötigt und dieses beim ortsansässigen Schlosser samt Halter zurechtmachen lassen. Dem Schlosser habe ich dann den Kasten vorbeigebracht, weil diese Kleinigkeiten mit etwas Kaffeekassengeld meistens schnell von der Hand gehen. Drei Tage später habe ich dann alles zusammen abgeholt:



 

Der Kasten hat wieder einen wunderbaren rechteckigen Ausschnitt:



 

Jetzt steht der Lackierung nicht mehr im Wege. Die beiden Klammern links und rechts, die Schrauben und das Gummistück müssen aber vorher noch vom Gehäuse abgezogen/abgeschraubt werden. Linke Seite:



 

Rechte Seite:



 

Nach dem Anschleifen ist es bereit für einen Lackierung. In der Zwischenzeit habe ich nach ein paar Ersatzteilen gesucht, damit nachher auch wieder alles komplett ist. Unter anderem brauchen wir ja die Widerstände, die Verkabelung, neue Schrauben, einen neuen Lüftermotor und Kompriband für die Abdichtung zwischen Lüftergehäuse und dem Blechgehäuse.
 
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Originalteile man mit ein bisschen suchen bekommen kann. Nach ein paar Tagen Recherche fand ich einen LaMa, der die benötigten Widerstände noch 1x auf Lager liegen hatte. Doch das war nicht von Anfang an klar.

Ich hatte mit der Teilenummer 3223816R1 angefragt. Im Katalog wird das als ein Widerstand beschrieben, aber faktisch sind ja zwei Widerstände verbaut. Der Händler war sich sicher, dass es ein Widerstand ist. Da ich keine Bilder zur Hand hatte, konnte ich ihm nicht zeigen, was ich meinte und er konnte oder wollte keine Bilder machen. Die Bestellung versandete. Vor zwei Wochen schrieb ich den LaMa nochmals an und schickte ihm ausgeschnittene Bilder aus dem erste Heizungskastenbericht mit. Er antwortete sofort und meinte, er habe genau dieses Teil wie man es auf dem Bild sehen kann. Darüber war ich sehr erfreut und habe es dann auch sofort geordert. Folgendes kam an:



 

Die Teilenummer passt schon mal und es ist natürlich toll, dass man so etwas noch original neu kaufen kann.



 

Perfekt, mit 0,8 Ohm (Schaltstufe 2) und 1,8 Ohm (Schaltstufe 1)



 

Diese Baugruppe hat einen Schutz für die gewendelten Widerstände. Das haben die Widerstände der anderen Heizungskiste nicht. Sei‘s drum, ich finde Schutz immer gut:



 

Damit ist das wichtigste Teil schon mal da.
 
Und weiter geht‘s...

Wie ich oben schon berichtet hatte, hat der Lüftermotor den Geist aufgegeben. Die Beschaffung stellte ich mir einfach vor, weil es ein absolutes Standardteil ist, was viele Stapler und auch Autos verbaut haben. Leider irrte ich mich da ganz schön. Äußerlich sehen zwar alle Lüftermotoren gleich aus, sie unterscheiden sich aber im Detail. Deshalb habe ich von vielen Seiten die Teilenummern verglichen und festgestellt, dass viele Händler unterschiedliche Teilenummern als passend angaben. Entweder passt also sehr viel in das Lüftergehäuse hinein, oder die Händler irren sich. Aus diesem Grund habe ich versucht den Motor mit der gleichen Teilenummer zu finden. Die Preise variieren zwischen 80,- EUR und 130,- EUR. Insgesamt war es eines der Teile, die leichter zu beschaffen sind:



 



 



 

Und wieder ein Teilchen des Puzzles zuhause.
 
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