Neues im Hause Lef.

Hallo,

endlich habe ich eine vernünftigen Plättchenhalter mit Schneidplättchen.

Das Drehen ist damit eine ganz andere Geschichte als bisher.

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Kurze Zeit später ist mir die Späne um die Ohren geflogen. Es hatte sich ein schönes Kläul gebildet.

Das Blöde ist, daß der Ein/Ausschalter auf der "falschen" Seite sitzt. Ich muß durch den

Spänehagel durch um die Maschine zu stoppen.

Das hat mich schon mehrmals geärgert. Also habe ich mir eine zusätzliche Schalter gekauft, der

oberhalb des Reitstock´s angebracht wird.

Mit den richtigen Schneiden macht das Drehen doppelt Spaß.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

 

na da sag noch einer, er würde nur mit HSS oder Naturstählen drehen. Kann ich mir gut vorstellen, dass so ein Ding besser geht.

Das was du da erlebt und beschrieben hast, ist wohl mit die größte Verletzungsursache beim Drehen.

Dein Bild zeigt einen Fließspan. Dieses ist in der Drehtechnik nicht erwünscht.

Der Span soll als Scherspan abgehen. Heißt kurze, leicht gebogene Späne. Ein paar kann man auf dem Querschlitten sehen.

 

Den Spanzustand kannst du beeinflussen, indem du 3 Dinge veränderst:

1. Drehzahl

2. Vorschub

3. Spantiefe

 

In der Regel erhöht man den Vorschub da man ja mit der Drehzahl auch die Angaben der Schnittgeschwindigkeit der Platten verändert.

Probier es mal mit mehr Vorschub.

Wie schnell hast du die Karre laufen lassen?
 
Hallo Jörg,

du hast da eine TIN beschichte Platte drauf. Täuscht das Bild, oder steht die leicht negativ, also zur Spitze hin runter?

Diese Beschichtung kann schon was ab, vor allem im Bereich normaler Stahl bis 500Nm/mm2, also ST 52 z.B.

 

Um der Madam mal etwas zu bieten, probier mal 1 mm Spantiefe. (Du musst es ja mit der Hand drehen)  Also von 20mm auf 18mm.

Du kannst, falls es geht bei der Maschine, noch eine Drehzahl höher gehen. Bei meiner Quetsche habe ich einen Poti, den ich Stufenlos einstellen kann.

Eigentlich sind solche Platten bis 120m/min angegeben. Kommt auch immer auf das Material des Werkstücks an. (Das kannst du aber bei ST Material vernachlässigen.)

Was aber bei dir auch noch sein kann ist, dass dein Radius an der Schneide zu klein ist.

Habe eben mal dein Bild vergrößert und ich meine der liegt sowas um die 0.2 mm. Hast du noch Platten die einen größeren Radius haben? Ideal wären so 0.4 oder 0.5 mm.

Gruß Torsten  
 
Ich habe jetzt auf 2000U/min erhöht.

Der Span ist besser, dafür schmiert das Metall. (So würde ich es sagen).

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Ich versuche es mal mit einem anderen Plättchen.

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Der Span ist ok, aber das seiht alles ziemlich zerrupft aus.

Ich versuche das Plättchen noch einmal mit weniger Speed.

Ich werde den Riemen mal wieder umlegen.

Bis gleich...

Jörg
 
Hallo Michael,

mein alter Handwerkslehrmeister (ich ziehe heute noch den Hut vor ihm, er hatte für 3 Berufe seinen Meister gemacht: Dreher, Maschinenbau und Werkzeugmacher, wohlgemerkt im Handwerk, nicht Industrie) sagte immer:

Wenn du Fließspäne bekommst, ist jeder Parameter optimal, aber unsere Hände sind uns wichtiger!

 

Besonders gefährlich ist der Werkstoff 1.4571 oder allen hier besser bekannt als V4A.

 

Da dieser Werkstoff so hundsgemein zäh ist, bekommst du da echt schnell die Spanwickelseuche. Dafür brauchst du wirklich eine gute Platte.

Ich drehe das Zeug gerne, weil die Oberfläche Top wird (RZ um die 2 my) und weil man die Maße genial damit halten kann für Passungen. (Und es gammelt halt nicht und ist Säurebeständig)

Gruß Torsten 

 
 
Jörg,

die Platte auf dem letzten Bild ist TOP! Ist das eine 0.8´er?

Bedenke, das du eine Schruppoperation machst. Da bekommst du keine Fläche hin. Da heißt es, QUÄLEN!

Wenn du den Radius vergrößerst, gehe mit dem Speed runter. Damit der Span geschält wird.

Dann brauchst du nur noch den Vorschub in deinen Händen zu finden... ;) (Feel the differents oder Differenzial...)

 

Gruß Torsten
 
Abend,

Thorsten mit welchem Eckenradius arbeitest du bei Rz 2?

Der Vorschub müsste dann bei 0,03mm liegen oder?

Naja zum Thema Drehen, mal ein Negativbeispiel zum Gewindedrehen

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Hatte mich bei der Parameterprogrammierung vertippt--> Gewindetiefe und Gewindeanfangspunkt in X vertauscht.

Gruß Done
 
@ IHC-Done:

Aua! Was für ein Knall muss das gegeben haben. Wie sieht der Revolver aus? Stimmt noch die Höhe und das x Maß?

Für RZ 2 benutze ich eine Cermet Platte mit gemessen 0,17 mm Radius. (Werksangabe 0,2). Der Vorschub ist 0.015 und was die Kiste hergibt. (ca. 4500) 

Auf die Werksangaben kannste aber immer ne Wurst drauf legen, wenn du deine Werkzeugkorrektur bestücken musst. Wer da sich selbst be[BAD]t, kommt nicht weiter! (Meine Meinung)

 

Hoffe deine Maus ist nicht all zu doll in Brei gegangen...?

Gruß Torsten 

 

 
 
Der kleine Programmierfehler hatte große Auswirkungen!

Werkzeugscheibe auf Revolver verschoben, Revolver in X und Z verschoben...

Ein guter Tag ausrichten und Nullpunkte neu vermessen.

Aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Maschine und die Tatsache, dass sie in der Lehrwerkstatt steht werden keine Präzisionsteile darauf gefertigt.

Trotzdem dumm gelaufen, aber Shit happens...

Eigendlich hörte man bei dem Crash nur das Geräusch wenn ein Werkstück abgestochen wird und in die Spänewanne fällt.

In diesem fall war es die Wendeplatte, Unterlegplatte und das abgebrochene Stück des Halters.

Nicht zu glauben, aber der Wendeplatte ist nichts passiert.

Gruß Done
 
Mit reduzierter Drehzahl (wieder 1440U/min) sieht es schon wieder besser aus.

DSC02844_zps4e31bae6.webp

Der Span war auch ok. Viel mehr als 1mm stelle ich selten zu, bei ca. 2mm geht das Gequitsche

wieder los. :-(

Für heute ist Schluß.

Damit der Stahl nicht so unansehlich rumliegt, habe ich ihn noch geschlichtet.

DSC02848_zpsffffa9ce.webp

Schönen Abend noch

Jörg
 
Ihc-Done:

Der kleine Programmierfehler hatte große Auswirkungen!

Werkzeugscheibe auf Revolver verschoben, Revolver in X und Z verschoben...

Ein guter Tag ausrichten und Nullpunkte neu vermessen.

Aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Maschine und die Tatsache, dass sie in der Lehrwerkstatt steht werden keine Präzisionsteile darauf gefertigt.

Trotzdem dumm gelaufen, aber Shit happens...

Eigendlich hörte man bei dem Crash nur das Geräusch wenn ein Werkstück abgestochen wird und in die Spänewanne fällt.

In diesem fall war es die Wendeplatte, Unterlegplatte und das abgebrochene Stück des Halters.

Nicht zu glauben, aber der Wendeplatte ist nichts passiert.

Gruß Done
Oh, jee!

Ja so ein Krasch ist ganz schön aufwendig. Wer nicht im Thema ist, dem lasst gesagt sein, dass bei den heutigen Werkzeugmaschinen nach so einem Volltreffer, so ziemlich alles verstellt ist, was zu verstellen ist.

Wir arbeiten ja immer mit 2 Dingen:

1. Werkzeug: Manuell, beständig, zum anfassen, ist eben da

2. Mit PC, Computer, Steurerung

 

Kann dir gut nachfühlen, was das für ein Berg an Arbeit ist. Bei sowas kommt gerne mal der Maschinentechniker und schnell sind 10000 Euronen ausgegeben...

Gruß Torsten
 
Ich habe mich eigendlich beim Korrigieren der Gewindetiefe vertippt.

Ich hatte zwar meine Hand am Wahlspindelschalter, war aber nicht schnell genug.

Ich denke das ganze war mehr oder weniger ein Flüchtigkeitsfehler..

Hätte ich mir 30 Sekunden Zeit genommen das ganze zu simulieren hätte ich mir die Vermessarbeit sparen können.

Gruß Done
 
Hallo Jörg,

na eine Schlichtplatte hast du ja auch dir zugelegt wie ich gesehen habe.

Das ist auch so ein Teil wie wir es benutzen.

Diese Teile brauchen einen scheiß Speed. Wenn du aus deinen Antriebsriemen alles rausholst, bekommst du Spektralfarben auf deinen Oberflächen.

Wie heißt es so schön bei "Das Boot": Alles was drin ist LI, alles was drin ist!

Gruß Torsten

 
 
Hallo Done,

ich habe deinen Beitrag erst jetzt gesehen. Ist ja übel, das ist dir bestimmt mächtig auf den Magen

geschlagenen.

Aber das passiert bestimmt jedem mal. Die Hauptsache ist immer, daß niemand zu Schaden kommt.

Bei Youtube habe ich schon einige Crashs gesehen, das ist teilweise recht spektakulär.

Bei manuellem Vorschub passiert es sicher nicht so schnell. Ich stelle die Maschine immer so ein,

daß ich mit dem Oberschlitten nicht ins Futter kommen kann.

Gruß

Jörg
 
Also CNC Technik ist ein Cosmos für sich.

Alleine schon die Eilgänge (30Meter/sec und mehr) sind schon ein Wort.

Da kannst du ruhig die Hand auf dem AUS Knopf haben und plötzlich stehst du doch im Funkenhagel.

 

(Nur mal zur Info: Wenn die Parameter an einer CNC nicht stimmen ist das ungefähr so, als wenn man auf einem Trecker bei voller Fahrt mal eben das Lenkrad verreißt und ungebremst in den Graben fährt.)

 

Gruß Torsten
 
Ich habe auch schon in meiner Ausbildungszeit einen HSS Drehstahl abrerissen,

damals habe ich ich beim Freifahren das Werkstück getroffen.

Da das KSS spritze hatte ich den Spritzschutz unten und sah nicht genau wo sich mein Meißel befand.

Der Rohling des Meißels war 12x12mm. Damals ist mir die Maschine entgegengesprungen.

Man beachte die Maschine wiegt gute 1,2 Tonnen.

Das hatte mir den größeren Schock versetzt. 

Gruß Done
 
@ Done:

Ja, sowas macht sehr viel Eindruck.

Viele können sich nicht vorstellen, wie ein Vollkontakt ballern kann. Das ist wie eine Explosion.

(Und einige Mitarbeiter sind dann für den Rest des Tages "Schneeweiß".

 

Gruß Torsten
 
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