Neues im Hause Lef.

Hallo,
da ich vor habe auch mit Kühl/Schmiermittel zu arbeiten, war es notwendig den Abfluß zu aktivieren.

Zuerst mußte die (wie immer bei mir 
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) stark verrostete Schraube raus.

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Das Loch habe ich noch mit einem Sieb versehen, damit grobe Späne nicht den Abfluß gelangt.

Der Anschluß unten geht von 3/4" auf einen 1/2" Schlauch.
Ich hoffe, der Gartenschlauch löst sich nicht auf wenn das Kühlmedium durchfließt.

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Als Auffangbehälter muß ein Frostschutzkanister herhalten.
Der kleine Ausguß eignet sich gut als Einfüllöffnung.
In den Schlauch habe ich ein Reststück eines 12mm Hydraulikrohres gegesteckt.

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So sollte es sauber, ohne große Ferkeleien im Schrank klappen.

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg,

gute Idee.

Normalerweise habe die Bänke eine Wasserförderpumpe, wo das Kühlwasser bis oben an den Drehmeißel gefördert wird.

Das übrige Wasser (falls nicht verdampft oder vernebelt) fließt wieder in das Wasserbecken zur Pumpe zurück.

Was meinste was für schöne Farben du schon bald in den Kanister sehen kannst, wenn Schneidöl, Bohrwasser und Schmieröl sich vereinigen...!

 

Gruß Torsten
 
Hallo Torsten,

ich habe mal bei Ebay nach Pumpen gesucht. Die sind mir momentan zu teuer.

Ich weiß ja noch gar nicht, ob ich die Möglichkeiten der Drehbank annähernd ausnutze.

Das günstigste war dieses Modell.

www.ebay.de/itm/Kuhlmittelpumpe-Kuhlmittel-Pumpe-Zubehor-40-Watt-Kuhlmitteleinrichtung-25051-/310407298551?pt=Industriemaschinen&hash=item4845b77df7

Ich glaube auch, daß 12l/min für meine Arbeiten zu viel Förderleistung ist.

Ich habe nicht vor Hochleistungsdrehen zu betreiben, bei mir geht es behutsam zu.

Damit dürfte die Wärmeentwicklung und der Schmierbedarf auch mit weniger erfüllt sein.

Ich werde wohl zuerst mit eine Plastikspritzflasche arbeiten.

Später kann ich mir einen vollen Kanister/Tank oberhalb der Drehbank aufs Regal stellen,

und mit einem Schlauch die Drehstelle versorgen.

Da fällt mir schon etwas ein.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

 

ja das reicht aus.

Du kannst auch mit einem Pinsel und Wasser kühlen. Der Pinsel hält das Wasser etwas länger und du hast nicht so eine Flugsauerei.

Nebeneffect: Die Späne werden auch vom Pinsel zurückgehalten :)

 

Gruß Torsten
 
Hallo,

Torsten, der Tipp mit dem Pinsel ist gut. Da brauche ich mir nur einen Pott mit

Kühlflüssigkeit hinstellen.

Hier ist mein erstes Teil, welches einer Verwendung zugeführt wird.
Ein Bolzen für den Hecklader.

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Der Bolzen ist aus einer 8.8-Gewindestange. Seltsamerweise sind die Gewindegänge noch
immer zu sehen. Scheinbar wid das Gefüge bis in diese Tiefe durchs Gewinde beeinflußt.

Das Abstechen hat nicht geklappt, es hat nur gequitscht un vibriert, obwohl ich den
Meissel (meine ich) gut geschliffen habe. Na ja, ich üb ja noch.

Jetzt muß ich noch einen 2ten drehen, möglichst gleich!

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg,

 

ja genau. Ein großer breiter Schweineborstenpinsel und ein aufgenschnittener oder großer Jogurtbecher und dann gehts los.

 

Die Gewinde werden in der Industrie heutzutage alle gerollt statt geschnitten.

Beim Abstechen, stellst du den Stahl einen hauch unter Mitte, nur einen Hauch! Je kleiner der Durchmesser des Werkstükes, desto mehr Umdrehungen musst du auf die Mühle geben.

Das liegt an der Schnittgeschwindigkeit, mit der die Werkzeuge angegeben sind.

 

Formel: Vc=d*pie*n/1000

Vc=Schnittgeswchwindigkeit (Meter/Minute beim Drehen)

d=Werkstückdurchmesser

pie=ungefähr 3,14 (feste Konstante)

n=Drehzahl

Da die Geschwindigkeit in Meter angegeben wird und dein Durchmesser ist ja mm, muss mit 1000 multipliziert werden. Du kannst es auch weg lassen, indem du für den Werkstückdurchmesser

den Wert in Meter in die Formel einbringst. (10 mm=0.01 Meter)

 

 

Du wirst in einem Tabellenbuch (solltest du dir unbedint zulegen falls du es noch nicht gemacht haben), Schnittdaten und Geschwindigkeiten finden zu den einzelnen Drehmeißelqualitäten

(P10, K12, usw.).

Wenn dort steht, dass der Meißel mit einer Schnittgeschwindigkeit von 80 Meter/Minute anzuwenden ist (weil er nur dann optimal schneidet) und dein Werkstück ist 10mm im Durchmesser, berechnest du wie folgt=

80*1000=80000

80000/3.14/10=2547,77 Umdrehungen.

Macht ca. 2500 Umdrehungen die du bei der Bank einstellen musst. Immer etwas weniger nehmen!

 

 

Wie du siehst, hat der Drehdurchmesser einen entsprechenden Faktor bei der Berechnung der Umdrehungen. Heißt: Je kleiner der Durchmesser wird, desto mehr Drehzahl wird benötigt.

Du wirst merken gerade beim Stechdrehen, dass die Rotationsgeschwindigkeit des Werksstücks am Mittelpunkt gleich Null ist. Aber das bekommst du ins Gefühl.

Halte das abzustechende Teil immer gut fest mit der anderen Hand dann kann nicht viel passieren.

Ach ja: Schutzbrille!!! tragen 

Und KEINE Handschuhe und weite Hemdärmel oder schlabberige Wollpullover anziehen!

 

Gruß Torsten 
 
Hallo Torsten,

eine Geschwindigkeitstabelle mit Durchmesserstaffelung habe ich mir zusammen gestellt.

Dazu habe ich eine grobe Aufstellung für die Schneidgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von

Werkstoff. Ich vermute, die Werte gelten für HSS-

Eben war gerade ein Treckerkollege hier, der brauchte für seinen Twingoanlasser eine

Buchse. 14x10x10mm. Das war für mich eine weitere Gelegenheit zu üben.

Das Abstechen habe ich mit 150U/min statt vorher mit 270U/min gemacht, das ging wunderbar.

Die Buchse paßt wie angegossen.... voller Erfolg :-)

Mir sind die Arbeitssicherheitsmaßnahmen durchaus bekann, und ich halte mich daran.

Es ist aber gut, daß du darauf hinweist. Bei uns in der Firma ist letztes Jahr ein

Azubi mit dem Arbeitshandschuh in der Standbohrmaschine gelandet.

Glücklicherweise wurde er nicht schwer verletzt.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

 

Schnittgeschwindigkeit, nicht Schneidgeschwindigkeit.

Die Schnittgeschwindigkeiten sind vom Drehmeißelmaterial abhängig und natürlich was man damit bearbeiten möchte.

Einen HSS Drehmeißel (gibt es das überhaupt noch ;) ?) kannst du nicht wie einen CBN Meißel über VA oder sonstige Werkstoffe rüberlaufen lassen.

Das meinte ich damit, dass es mit dem Gefühl kommt.

Wenn du nur mit 150 Umdrehungen das Teil abgestochen hast und es ging besser, lag das bestimmt daran, dass diesesmal eine Bohrung im Teil war und du nciht bis zur Mitte runter musstest.

 

Eventuell drückt dein Stahl noch zu viel.

 

Gruß Torsten

  
 
hi, das ist mit großer sicherheit ne weiler mdu 260.

die haben wir in der firma auch.

Ist ne schöne kleine drehmaschine.

Die gabs mit sehr vielen ausstattungsmöglichkeiten wie z.b. gewindeschneideinrichtung, verschiedenen schlitten usw.

 

 

 
 
gug ma im ebay nach drehmeißeln, da gibts ein paar schöne sachen, die nicht zu teuer sind.

ich würde wendeschneidplatten nehmen, da du mit normalen drehmeißeln ohne passendern schleifbock mit läppscheibe nicht sehr glücklich wirst.

bei der drehbank kannst ohnehin nicht viel zustellen, da sie sonst in die knie geht :-D

 

 
 
Hallo @553 Agriomatik,

das Modell könnte es sein. Ich habe bei Youtube ein Video gesehen.

Dort ist die Maschine nahezu identisch, nur der Unterschrank ist ganz anders.

Besteht die Möglichkeit, daß du mir die BA kopieren kannst, ich habe keinerlei Unterlagen.

Spätestens wenn ich den oberen Keilriemen wechseln muß steh ich dumm da und muß experimentieren.

In Sachen Schneidstähle läuft schon etwas.

Ich bin nicht der Typ, der schnell, schnell mit dem Stahl ins Werkstück fährt.

Ich laß mir Zeit, und sammel Erfahrung.

Thorsten,

so habe ich den Abstechstahl geschliffen:

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Das Vibrieren und Quitschen kam nicht erst beim Durchstechen, sondern bereits aussen am

Werkstück.

Mir ist klar, daß ich noch viel lernen muß, es wäre ja ein Wunder, wenn alles auf Anhieb funktioniert.

Um so mehr freut es mich die Rückmeldungen von dir zu bekommen.

Ich habe hier noch ein paar Drehstähle aus HSS liegen. Auch der Abstechstahl ist daraus.

Sicher ist das für die industrielle Fertigung veraltet. Dafür kann man sie gut zurechtschleifen und

Drehlinge sind nicht so teuer.

Was spricht gegen HSS ausser der Schnittleistung und der Standzeit?

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

nur damit das klar ist: Ich finde das richtig toll, wie du an die Sachen ran gehst.

Ich will dich bestimmt nicht belehren und/oder herabwerten. Es freut mich wenn ich dir helfen kann. (Übrigens dem ein oder anderen der dieses liest eventuelll ja auch).

 

Zu HSS: Du hast absolut Recht. Die Standzeit von HSS ist nicht gerade die Beste, man könnte auch sagen: Miserabel!

Es kann dir passieren, dass du das Teil noch nicht mal abgestochen hast, da musst du scho wieder Schleifen.

Zu deinem Stahl:

Du schreibst, damit hast du abgestochen. Ein Abstechstahl wird vorne etwas schräg geschliffen umd ie Kräfte abzuleiten. Den Stahl den du benutzt bzw. geschliffen hast, ist ein Stechstahl um Umfangsnuten zu stechen.

Du hast zwar eine Hohlkehle eingeschliffen, jedoch sieht man schon den Verschleiss vorne an der Kante. Diese Kante musst du noch so schleifen, dass es mit der Hohlkehle eine Fläche ergibt. Also den Meißel schräg an den Schleifbock halten (so wie die Hohlkehle ist) und noch mehr runterschleifen. Dann noch die Vorderkante schräg schleifen. Du wirst den Unterschied sehr deutlich merken... ;)

Gruß Torsten
 
du musst am bessten noch die kanten brechen das heisst, dass du mit der kannte mal leicht an den schleifbock gehst,sodass du an den beiden kanten der schneide eine leichte fase erhälst.

und es ist vllt. noch besser, dass du den stahl keilförmig schleifst, damit die schneide vorne breit ist und der stahl nach hinten schmäler wird

aber schon gut geschliffen!

 

 
 
den oberen riemen zu wechseln ist ne kack arbeit, da muss die komplett auseinander und du musst oben alles zerlegen.

in der ba sthet das leider nicht drin, da musst du einfach mal ausprobieren aber vergiss nicht dir zu merken, wie du sie auseinandergebaut hast, dann haste nämlich ein kleines problem.

die ba ist kacke, ich kann die leider nicht kopieren, das sieht mein chef ned gerne.

 

 
 
Ok. hätte ja sein können, daß es geht. Macht nix, danke!

Wie du schreibst, werde ich rumprobieren müssen. Wie beim Treckerschrauben werde ich alles

beim Demontieren fotografieren. Das wird schon klappen. Momentan sieht der Keilriemn noch gut aus.

Den Stahl habe ich nachgeschliffen.

DSC02750_zpse3a13279.webp

Bei Alu funktioniert es jetzt recht gut.

DSC02744_zps5d287633.webp

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Bei meiner Testschraube quitscht und vibriert es noch immer.

Ich danke euch für eure Tipps. Ich bin überzeugt, daß ich das noch hinkriegen werde.

Für heute mach ich Feierabend. Meine Frau denkt sonst ich sei in den Keller umgezogen.

Gruß

Jörg
 
Abend,

was ich jetzt auf die Schnelle gelesen bzw überflogen habe, seht ihr HSS als eher schlechter an, seh ich das richtig so? 

Ich jedoch drehe lieber mit HSS, vorallem bei unterbrochenen Schnitt. Da hier immer ein kleiner Schlag auf die Schneide kommt, bricht sie schneller aus.

Dadurch, dass HSS eine höhere Zähigkeit hat als Hartmetall, hat der der HSS-Drehmeißel eine längere Standzeit. 

Gruß Done
 
Hallo Done,

es stimmt schon das Hartmetall schlaganfälliger ist, aber bei den Schneidsorten P10 oder K12 eigentlich nicht.

Im Gegenteil. Diese werden /wurden vor allem für Planstähle verwendet bzw. hergestellt. (45Grad Stahl zum Planschruppen)

Wenn dir die Schneide weghämmert, dann musst du mit dem ersten Schnitt etwas tiefer gehen, als der Unterbrochene Schnitt ist. Dann ist die volle Breite im Eindgriff und nicht nur die Kante vorne.

 

Gruß Torsten  
 
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