Neues im Hause Lef.

Abend Thorsten,

Du hast natürlich damit schon recht. Bei mir auf Arbeit werden sogar Spanbrechnuten eingefräst.

Da wird auch mir HM-Platten K-12 gearbeitet. Für Dreharbeiten zu Hause würde ich empfehlen beides anzuschaffen.

Nach dem Kosten-Nutzen-Faktor würde ich wenn man nicht all zu viel dreht zu HSS raten. In der Serienproduktion würde ich nur HM-Drehmeißel mit Wendeschneidplatten einsetzen.

Meine Meinung dazu ist, dass jeder Dreher selbst entscheiden sollte, womit er am besten klar kommt.

Außerdem ist ja nicht nur der Schneidstoff entscheidend, sondern auch die Schneidengeometrie!

Gruß Done
 
http://www.ebay.de/itm/WABECO-Hartmetall-Drehstahl-Satz-10x10-Drehmeisel-/130833395355?pt=Gartenbauwerkzeuge&hash=item1e76472e9b

http://www.ebay.de/itm/Drehmeisel-Drehstahl-11-teilig-10x10mm-DIN-Norm-P30-/200824863302?pt=Gartenbauwerkzeuge&hash=item2ec2183a46

rot= hart

blau= weich

mit denen haste fürn hobbygebrauch ne zeit lange ruhe

 

die sind gut, du musst nur wissen, wie man einen stahl am bessten anschleift!

und wenn du blau für weich und rot für hart benutzt, sind die völlig ausreichend.

man kann sich zum schruppen auch noch einmal einen meißel mit wendeschneidplatten anschafft haste ewig ruhe!!!

 

 

 

 
 
Hallo Done,

wenn jemand wie ich in der Lernphase ist sollte er alles ausprobieren, was ihm unter die Finger kommt.

Es ist sicher nicht falsch zu lernen, wie man schneidfähige Stähle selber schleift.

Bei den Profis wird das richtige Schneidwerkzeug gekauft, ein Amateur und Gelegenheitsdreher

wird das Geld dafür nicht in die Hand nehmen.

Mir macht es jedenfalls sehr viel Spaß wieder einmal etwas Neues zu lernen.

Alle weiterhelfenden Tipps von Fachleuten wie Torsten nehme ich gern auf.

Vielen Dank dafür.

Gruß

Jörg
 
Hallo

ihr habt sicher Recht.

Ich muss mich manchmal etwas "zurückbesinnen", weil ich beruflich immer jenseits des Normalen aggieren muss.

Soll heißen: Bei mir fängt ein zu bearbeitendes Teil erst mit 56 HRC an und geht im Werkzeugstahlbereich bis 64 +-2 HRC hoch, ab da fangen dann die Hartmetallsorten an, die wir auf den Kisten zerspanen. Bei MG18 ligt der Härtegrad bei ca. 80 HRC.

Das ist schon fast "Endstadium" des möglichen zu drehen, bei Toleranzen von 1ym.

 

Wenn ich mal was "weiches" bekomme, ist es meisst der Werkzeugstahl 1.2379. Für alle hier mal der Stahlschlüssel dazu:

1.2379​
1,55​
12​
0,3​
0,7​
0,25​
1​
                    Kohlenstoff      Chrom         Mangan        Molybdän                                       Silicium                                     Vanadium

Diesen Werkzeugstahl "knüppeln" wir bis 62 * - 2 HRC und drehen diese dann im harten Zustand auf Maß.

 

Also ich kann heutzutage nur jedem empfehlen (auch für den einfachen Hausgebrauch), sich einen vernüpftigen Wendeplattenhalter zu besorgen (PCLNR z.B.) und dann als Allroundplatte eine CNMG mit 0.4 oder 0.8 mm Schneidenradius.

Diese Platte hat 8 Schneiden, eine leichte negative Stellung und hat sich super bewährt.

Da die meisten hier Bauteile herstellen wollen, die im Anschluss ggf.verschweißt werden müssen, werden Werkzeugstähle sowieso nicht zum Einsatz kommen, da man diese nicht einfach "anprickeln" kann.

Also wird die Wahl mind. auf ST37 oder St52 fallen. Bei diesen Werkstoffen hält eine CNMG jahrelang!

Der Vorteil: Man braucht keine Ahnung von der Geometrie der Schneide haben und ist fix dabei, wenn man die einfach umdrehen braucht.

(Natürlich, wenn ich so viel Spaß habe wie Jörg, dann möchte man auch mal die Sache mit HSS probieren. Kann ich natürlich auch verstehen. Nochmal Jörg, Hut ab vor deiner Einstellung!)

 

Zu den Preisen einer Wendeschneidplatte:

Ein PCLNR Halter sagen wir mal in der Dimension 16x16 mit einfacher Klemmung (Schraube sitzt Mittig), kostet an die 100 €.

Eine Packung Plättchen CNMG 0.4 fürs breite Anwendungsspecktrum liegt bei 170 €. Dann hat man allerdings auch 10 Platten . Heißt bei 8 Schneiden pro Platte = 80 Schneiden. Das bedeutet, dass eine Schneide dann 2,13 € kosten würde. Top angeschliffen und sofort verfügbar.

Aber es stimmt schon, jeder dreht damit, was er am liebsten mag.

Gruß Torsten  
 
Torsten,

nach meiner Experimentierphase werde ich sicher zu den Schneidplättchen finden.

Man soll sich das Leben ja auch nicht unnötig erschweren.

Drehen mit HSS mutet dagegen an wie Feuer mit ´nem Flintstein zu entfachen.

In deiner Kalkulation fehlen sogar noch die Kosten für Schleifsteine und den Zeitverlust,

den man durch die ewige Nachschleiferei hat.

Im ersten Moment schrecken die Kosten für HM-Plättchen natürlich ab.

Gruß

Jörg
 
Ich kenne mich auch mit den Wendeplatten auch zu wenig aus.

Bei mir in der Lehrwerkstatt heißt es halt: "Nimmsch en 80° Kopierer."

Das ganze Thema mir Hartmetallsorten wird leider ein wenig vernachlässigt.

Deshalb kann es ein, dass ich auch ein wenig negativ den WSP gegenüber stehe.

Wenn ich mir wieder was bestelle, werde ich eine Bohrstange kaufen. Natürlich mit WSP.

Im Moment fehlt mir die Eigeninitiative mich mit den Hartmetallen zu befassen.

Bevor ich aber in Wendeplattenhalter investiere werde ich mir einen Multifix- Werkzeughalter leisten.

Zur Zeit habe ich einen 4-fach-Werkzeughalter bei dem ich mit Unterlegplättchen die Spitzenhöhe einstellen muss.

Das Finde ich relativ lästig.

Davor muss ich aber erstmal an meinem roten die Bremsen machen. Das geht alles auf das Azubigehalt also --> erstmal ruhig Blut!

Gruß Done
 
Hallo,

wenn du noch mit nem 4fach Halter arbeiten musst, ist ein Multifix schon Luxus.

Für alle zur Info: Ein 4 Fach Halter, ist eine um 360 Grad schwenkbare Drehmeißelaufnahme, auf dem Support. Diese kann bis zu 4 Halter aufnehmen, Bohrstähle sowie auch Außendrehmeißel.

Diesen kann man nicht wie beim Multifix (Original mit Schweizer Patentrechte) mit einer Stellschraube auf Drehmitte stellen, sondern mit Hilfe von Unterlegplatten.

Ein Mutifix hat laut Hersteller eine Spanngenauigkeit von 0.02 mm.

Dir noch viel Erfolg bei deiner Lehre, Done.

Gruß Torsten
 
Ja, Multifix ist klasse.

Ich habe 2 Halter der Größe A, einen "normalen" und einen für den Abstechstahl.

Von den "normalen" werde ich noch die Augen offen halten.

Für die am meisten verwendete Schneidstähle sollte man die richtig eingstellt leigen haben.

Ich glaube ohne diese Vorrichtung wäre der Spaß am Ausprobieren nur halb so groß.

Done, schau mal bei Ebay rein, da werden immer wieder welche angeboten.

Aber selbst die gebrauchten sind nicht geschenkt.

Gruß

Jörg
 
Es gibt noch einen Haltertyp, der eine 45 Grad Kerbung hat.Damit kann man Bohrstähle spannen. Sofern die Aufnahmen eine angefräste oder geschliffene Fläche haben, wird beim Einspannen die Schneide auf den rechten Winkel gespannt.Mit einem Vollhartmetallhalter auszuarbeiten.... ein Traum ;)Gruß Torsten
 
Hallo Jörg,

um nochmal auf dein Külmittel zurück zu kommen. Da reicht es auch wenn du dein Kühlmittel in einer kleinen Ölflasche füllst und bei Bedarf auf dem Drehmeißel und das Material gibst. Das machen wir bei uns im konventionellen Drehbereich seit Jahren so weil da mit den Alten Drehbänken nur noch für Vorrichtungen und Werkzeugbau gefertigt wird. Bei den Schnittgeschwindigkeiten die da entstehen reicht es vollkommen aus das Kühlmittel per Ölflasche in geringen Mengen und das Schneidfett per Pinsel zuzugeben.

Ansonsten ein sehr schöner und für viele bestimmt auch ein Informativer Beitrag.

Mfg Uli
 
Hallo Uli,

die Plastikstprtzflasche habe ich schon häufig an konventionellen Drehbänken gesehen.

Meine Idee mit dem Tank oberhalb der Drehbank ist darin begründet, daß ich gerne

beide Hände frei haben wollte.

Das Kühlmittel sollte dann nur leicht fließen, knapp mehr als tropfen.

Wenn ich soweit bin, stelle ich Bilder ein.

Gruß

Jörg
 
Hallo Leute, 

da ich mir letztes Jahr auch ne Drehe und ne Fräse gekauft hab, mir dazu aber die Ahnung fehlt (in der Elektronikerlehre mal 2 Wochen an der Drehbank gestanden), finde ich diesen Beitrag richtig klasse. 

Was ich nicht verstanden habe: Wieso sind die roten Stähle hart und die blauen weich? Ich hab bei beiden Angeboten von Hartmetallplatten P30 gelesen. 

Für meine Erstausstattung hab ich mir übrigens so einen blauen Satz geholt. Aber dazu noch einen Satz mit Wendeplatten. Sind nur kleine Stähle mit 8x8. Die erste Wendeplatte hab ich gleich abgeschlagen, weil ich etwas Aufgeschweißtes glätten wollte. Daraufhin bin ich zu den HM-Stählen zurückgegangen. Mein Lama erzählte mir, die würden sowas besser vertragen. Mittlerweile traue ich mich wieder an die Wendeplatten ran und ich finde das Ergebnis meist besser. 

Gruß

Michael

 

 

 

 
 
Traktormichl:

Hallo Leute, 

da ich mir letztes Jahr auch ne Drehe und ne Fräse gekauft hab, mir dazu aber die Ahnung fehlt (in der Elektronikerlehre mal 2 Wochen an der Drehbank gestanden), finde ich diesen Beitrag richtig klasse. 

Was ich nicht verstanden habe: Wieso sind die roten Stähle hart und die blauen weich? Ich hab bei beiden Angeboten von Hartmetallplatten P30 gelesen. 

Für meine Erstausstattung hab ich mir übrigens so einen blauen Satz geholt. Aber dazu noch einen Satz mit Wendeplatten. Sind nur kleine Stähle mit 8x8. Die erste Wendeplatte hab ich gleich abgeschlagen, weil ich etwas Aufgeschweißtes glätten wollte. Daraufhin bin ich zu den HM-Stählen zurückgegangen. Mein Lama erzählte mir, die würden sowas besser vertragen. Mittlerweile traue ich mich wieder an die Wendeplatten ran und ich finde das Ergebnis meist besser. 

Gruß

Michael

 

Hallo Michael,

bei den aufgelöteten Hartmetalldrehmeißel gibt es unterschiedliche Farben. Dieses wurde gemacht um schon in der Schublade die Meißel unterscheiden zu können.

Mit den roten Meißeln, kann man auch gehärtete Werkstoffe drehen. (Bis zu einem gewissen Härtegrad). 

Allerdings hat man die Farbgebung verändert und was früher rot war, ist heute gelb lackiert. Angeblich sollen diese die gleiche Qualität haben, wovon ich persönlich nicht überzeugt bin.

Wenn du eine Schweißnaht abdrehen möchtest, musst du gleich beim ersten Schnitt so viel Spantiefe einstellen, dass die Schneide unterhalb des unterbrochenen Schnitt kommt. Das erspart Vibrationen wovon die Schneide ausschlagen könnte. Keine Angst, die Platten können durchaus 4 oder 5 mm Spantiefe ab.

Generell solltest du bei solchen Arbeiten wo du Schweißnähte bearbeitest, mit einem sehr großen Radius am Meißel operieren. Also min. 1 mm besser 2 oder 3mm Schneidenradius.

Gruß Torsten 

 

 

 
 
Abend,

Mal ein kleiner Themawechsel meinerseits.

Ich habe den Umbau meines Krans angefangen und zur Hälfte fertig.

Mir Fehlt noch der Oberlenkerbock. Zu meinen Versuchszwecken habe ich eine Kette verwendet.

Und so siehts aus:

imag0255ndsbv.jpg
[/url]" />

Ich habe An einen U-Stahl 2  Bolzen für den Unterlenker angeschweißt.

Ein zweiter U-Stahl klemmt durch 3 M10-Gewindestangen den "Kranmast" ein.

Leider kann ich den Kran nicht mittig am Schlepper anbauen, weil sich der Hebel der Hydraulikpumpe und Oberlenker in die Quere kommen -.- .

Bis Ende Woche sollte alles soweit fertig sein.

Gruß Done
 
Hallo Done,

aus dem Bild wird die Konstruktion für mich nicht ganz klar.

Aber mit 3 Gewindestangen M10 würde ich den Kran nicht groß belasten.

Die üblichen Gewindestangen haben 4.6-Festigkeit, das reicht nie.

Ich will dich nicht entmutigen, aber versuche mal zu berechnen wie viel Kraft auf

die Bolzen wirkt, wenn du 500kg eingehängt hast.

Gruß

Jörg
 
Jörg,

500kg?

Ich will mit meinem kleinen nicht die Sterne anschauen und den Kran dazu als Hilfsmittel verwendem!

Da bräuchte ich einen Sitz mit Rückenlehne :D.

Ich werde mir das mal ausrechnen. Das wäre auch aus schulischen Gründen sinnvoll (war Stoff im ersten Lehrjahr).

Ich werde noch Bilder reinstellen.

Der jetzige Standpunkt: Versuchsstadium

Gruß Done
 
Done,

die Sache ist natürlich nur statisch zu berechnen.

Wenn du mit dem Schlepper fährts, wird das Ganze dynamisch belastet.

Nimm M16, das sollte auch bei 4.6 reichen.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

ich ahne schon wie sehr mir mein Kran noch helfen wird ! Hätte ich den nur mal früher schon gehabt.

Ich sehe gerade dass wir das selbe Modell haben in der Stärke und Ausführung. Wie bist du bisher damit zufrieden ?

Mit der Verlängerung ist er sicher auch ganz schön belastet :-)

Ist übrigens eine tolle Konstruktion für die 3-Punkt, das werde ich vielleicht auch mal nachbauen wenn ich das mit dem Elektro schweißen auf die Reihe kriege

Gruß Pascal
 
Zurück
Oben Unten