Restauration 624 AS

Moin.

Wenn man die Lager eh erneuert ist es das Einfachste in die Lagerschalen mit Elektrode eine Schweiüraupe zu legen. Oft fallen diese nach dem Abkühlen alleine raus. Wenn nicht sind sie dann zumindest weich und können mit einem Hartmetallfräser im Handschleifer angefräst werden. Dann gegenüber der Deformation mit einem Setzhanmmer und einem 2 kg Hammer einen Schlag setzen, dann sollte sie rausfallen.

Gruß Jürgen
 
...dat wird teuer! Vor allem wenn´s nicht ohne orig. ZF-Teile geht, dann kommen Dir schnell die Tränen.... ;-//

Gruß

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Gaggenau / Neuss / Forstern
 
..wenn ich Glück habe brauche ich nur die sechs Anlaufscheiben original und die zwei Huth-Ringe. Alles andere sind genormte Lager und Dichtringe die man überall bekommt....wollen mal hoffen.
 
Hallo Mark,

Ich habe vor Kurzem ebenfalls meine Radnaben / Achsschenkel am 624 AS neu abgedichtet.

Es ist wichtig,  die Stützringe (schwarze Gummiringe mit annähernd dreieckigem Querschnitt) zwischen Achsschenkel und Radnabe aufzubewahren. 

Die gibt es nicht mehr neu. 

Der Öldichtring und die Staubdichtung zwischen Antriebswellen und Achsschenkel sind ersetzt worden und jetzt nur noch 1 Bauteil.

Gruß, 

Ingo
 
Hallo Ingo,

danke für die Info! Mit dem Stützring ist mir auch schon aufgefallen, in der IH-ET.Liste ist dieser noch aufgeführt, bei ZF (Pos.80) steht die Bemerkung -entfällt-

Zum Glück sind die bei mir noch sehr gut erhalten und ich werde die reinigen und wieder verwenden. Wegen dem Öldichtring und dem Staubring habe ich inzwischen mit Huth&Söhne direkt Kontakt aufgenommen, dort würde ich das noch einzeln bekommen. Alle anderen Wedi´s und die ganzen Schrägrollenlager werde ich vermutlich bei Wocken-Industriebedarf beziehen, dort bekommt man das fast zu Erstausrüsterpreisen, zumal die Kommunikation mit ZF eh die reinste Katatrophe ist. Man bekommt nur automatische Antwort-EMails wird von Friedrichshafen nach Passau verwiesen. Ich habe auch eine E-Mailadresse hier im Forum für den ET-Verkauf mit Ansprechpartner gefunden, auch keine Antwort......eigentlich habe ich alles gefunden, nur die Anlaufscheiben noch, die gehen wohl nur Original.
 
Schmied Keitel:

Ich muss übrigens meinen vorherigen Beitrag korrigieren, im Bezug auf die Ausgleichszahnräder! In der ZF Ersatzteilliste sitzen die ungebuchst auf dem Stern. Ich bin davon ausgegangen, dass meine schon mal mit Buchsen (Gleitlager) nachgerüstet wurden. In der IH ET-Liste jedoch sind auf der Explosionszeichnung sehr wohl Buchsen zu sehen und werden unter der Nummer 3134291R1 geführt. Keine Ahnung ob das so ein eigendes Ding für die Neusser war, denn die gleiche Achse wurde ja auch bei Schlüter, Steyer, Fendt...etc verbaut. Problem ist, das es alleine für die APL-3050 an die 20 verschiedene Stücklisten gibt, vielleicht sogar mehr.....immer wieder wurden Veränderungen gemacht oder andere Teile verwendet, sehr schnelllebig für damalige Zeiten.

Gruß Mark  
 
Kleines Update:

die vier Anlaufscheiben für die Ausgleichskegelräder (ZF 0730 100 971) werden in der IH ET-Liste unter 3134286R1 geführt und kosten nur 18,90 € netto, hab sie bestellt.

Die beiden großen Anlaufscheiben für die zwei Achskegelräder (ZF 0730 101 763) (IH 3134284R1) sind leider nicht mehr lieferbar........außer ein IH Händler hat die noch im Regal liegen, was sehr unwarscheinlich ist. ZF Hat sich leider immer noch nicht gemeldet, ich weiß ja auch garnicht ob die überhaupt verschliessen sind, da ich keine Außgangsmaße oder eine Verschleißgzenze kenne. Zur Not lasse ich die beiden alt und baue das Differenzial wieder zusammen. 

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Stärke: 2 mm

Innen: 51,5 mm

Außen: 72,88 mm
 
Bei den Passscheiben für die Achsschenkelbolzen ist es ähnlich. 

Die werden beim Händler mit Gold aufgewogen.

Ich habe dafür Standard Passscheiben im großen Auktionshaus genommen.  Passen nicht ganz von Durchmesser, es funktioniert aber trotzdem. 

Gruß, 

Ingo
 
Von ZF immer noch keine Rückmeldung, allerdings habe ich eine Antwort von Huth&Söhne bekommen. Der Staubschutzring welchen die für ZF gebaut haben, wäre noch lieferbar. Dieser sitzt vor dem eigengentlichen WEDI in der Radnabe und hat nur eine Staubschutzfunktion um den Wedi zu schützen. Mindestabnahme 3 Stück (Es werden nur zwei benötigt) Kostenpunkt einer 98,-€ zuzüglich 16%MWSt und Versand, also locker 350,-€.....meine Güte!!!!!!!!!!!!!!

Da die gleiche Situation im Achsrohr ist....bloß hat ZF das da anders gelöst...ein Wedi als Ölabdichtung und eine zweiter Wedi als Staubschutz, wird nur anders herum eingebaut...Dichtlippe also nach außen ins freie zeigend.........warum soll das in der Nabe nicht auch so funktionieren. Bei meinen Recherchen bin ich dann aber auf einen WEDI in der selben Größe wie der Huthring gestoßen. 40x60x7mm dieser wird in der Hinterachse eines IFA Multicar M25 verbaut und hat zusätzlich zur Dichtlippe auch noch eine Staubschutzlippe....perfekt! Ich werde also in die Nabe den normalen WEDI wie von ZF einsetzen 40x60x10 und dann statt zusätzlich den Huthring 40x60x7 dafür den Kombiring 40x60x7 vom Multicar, der kostet im Übrigen nur 3,65 € inkl. Steuer und Versand ;-)

Gruß Mark 
 
Hallo Mark.

Da würde ich empfehlen zwischen die Dichtringe eine Portion Fett zu schmieren, nicht das der äußere Ring trocken läuft dann hält der nicht lange.

Gruß Jürgen
 
Da ich an der Achse erstmal nicht machen kann, hab ich mich erstmal um meinem Motor gekümmert um alle möglichen Undichtigkeiten zu beseitigen......

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Als erstes habe ich gedacht, ein neues Thermostat und ein neuer Temperaturfühler wären nicht schlecht.....siehe da....es war kein Thermostat mehr da...

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kommt natürlich eins rein! Vermutlich hat der VB es mal wegen thermischer Probleme ausgebaut. Entweder weil es nicht mehr richtig geöffnet hat, Wasserpumpe defekt, Kühler zugesetzt, etc...aber das kann nicht die Lösung sein! Ein Motor ohne geregelten Kühlkreislauf kommt nur langsam oder garnicht auf Betriebstemperatur und der Vercshleiß erhöht sich dadurch enorm.

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Aus meinem Öldruckschalter kam oben aus dem Kabelanschluss direkt Motoröl raus, als ich diesen raus gedreht habe merkte ich, dass diese bereits eingeklebt war und quasi kein gewinde mehr vorhanden. Nur blöd das icg schon einen neuen Original-Druckschalter gekauft hatte. Die einzige Lösung ohne einen neuen Ölfiltersockel zu kaufen war nun eine größeres Gewinde einzuscheiden. Ich habe es aufgebohrt und ein normale M12 rein geschnitten, einen passenden Öldruckschlalter in der Gewindergrößen und einen Schaltdruck von 0,6 bar hatte ich noch liegen.

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meinen Nockelwellendeckel habe ich auch mit einer neuen Dichtung versehen.....bei allen Bleckdeckeln achte ich immer auf die Dichtfläche im Bereich der Schrauben, oft wird zu fest angezogen und dort ist alles verzogen, so dass der Abpressdruck auf die Dichtung im Bereich zwischen den Schrauben zu gering ist. Deshalb richte ich dies immer so gut es geht und achte auf die vorgegebenen Anzugsdrehmomente.

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Besonders auf meine Ölwanne war ich gespannt! Ich glaube das Motoröl hatte ich schon mal gezeigt, wie es nach 3-5 Betriebstunden aussah!

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Nicht so schlimm wie damals bei meinem 439....aber trotzdem schon eine ordentliche Schlammschicht....

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Das Ansauggitter der Ölpumpe war auch schon um einiges zugesetzt......

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Das muss alles abgebaut werden und sauber.......mein Öldruck wird es mir danken!

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Typisch für IHC war natürlich wieder einen Exotengröße für die Imbussschraube um das Ansaugrohr zu demontieren.....hatte ich nicht, aber einen Stufenschlüssel aus dem Sanitärbereich, welchen ich an der Spitze dann passend geschliffen habe.

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alles andere was von unten zugänlich war, wie z.B. der Balancer und alle Flächen im Kurbelwellengehäuse habe ich so gut es geht mit Bremsenreiniger und jede menge Tücher gereinigt.

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Mir war garnicht bewusst, das beim 624 auch Gummikeile benötigt werden, hatte nur eine neue Ölwannendichtung bestellt, aber zum Glück hatte ich noch welche vorrätig!

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an die Ölpumpe kamen noch neue geeignete O-Ringe für die Saug und Druckrohre sowie an die Befestigung, und dann konnte die schwere Ölwanne mit neuer Dichtung und einseitig Dichtpasste wieder unter den Motorblock.

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Hier das Foto vor der Demontage.....den KW-Simmering und die Dichtung vom Handloch vor der ESP mache ich vermutlich erst nach dem lackieren. Wellendichtringe mögen keinen Farbe und werden unter umständen undicht. Sie abzukleben ist schwierig, deshalb der Plan den alten einfach mit überlackieren und später wechseln.

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ach ja...und dann waren da noch die zwei Schrauben für den Tankhalter aber hauptsächlich damit der Motor auch oben am Getriebegehäuse fest ist....waren einfach nicht vorhanden, hab sie aber jetzt neu.
 
Moin Mark,

ein sehr schönen Bericht an dem du uns hier teilhaben lässt. Ich hoffe das wenn du deinen schönen roten fertig hast uns auch mit Einsatzbiildern versorgst :)

Viel Erfolg weiterhin.

Schöne Grüße aus dem Münsterland

Johannes
 
Hi,

hast du schon einen anderen Achsbolzen, wenn ja welchen und woher?

Toller Bericht, weiter so.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
Mit dem Achsbolzen ist schon wieder so eine Story für sich....der ist wohl aschon mal nei gekommen wie es scheint und garnicht eingelaufen. Original ist es so, das der Bolzen mit der Ankerplatte der Vorderachse durch eine Schraube aritiert wird. leider hat diese gefehlt, bzw. war nicht fest gedreht, so hat sich nicht der Bolzen in den beiden Lagerbuchsen vorn und hinten zusammen mit der Achse gedreht, sondern der Bolzen war fest und der Achsbock hat sich bewegt....eigentlich sind die beiden Buchsen am Schlepperbock die Verschleißteile...nun ist bei mir aber das s.g. Pendellager der ZF-Achse eingelaufen in dem eigentlich keine Buchsen drin sind. Axial war da ja auch viel luft, so das die VA bereits fast einen halben Zentimeter vor und zurück rutschen konnte. wie ihr gleich auf den Bildern sehen könnt, hat sich das konischförmig abgenutzt und rein gefressen. Ich habe jetzt folgendes vor:

Das Pendelager habe ich zu einem Bekannten Werzeugbauergebracht, der hat eine 4-achs-Fräse. Er soll mir die beiden Flächen wieder plan machen und die Bohrung auf 44mm vergrößern, so das zwei 50mm lange Buchsen 44/40mm rein gepresst werden können, somit hätte der Bolzen dort keine spiel mehr. Mein Vorderachsträger welcher am Schlepper montiert ist wurde bereits mal neu gebuchst, die sind noch ok und können bleiben, hatte ja wie gesagt kein verschleiß, da der Bolzen da garnicht mehr gedreht hat. allerdings muss ich da die beiden Reibflächen um den Bolzen herum gerade bekommen, weil sich das Pendellager reingefressen hat. Dafür habe ich eine Idee.....

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diese Schraube war abgescherrt.....der Verschleiß hat nun in dem nicht gehärteten Pendellager statt gefunden und die Bohrung wo der Bolzen durch geht ist Oval eingelaufen, das wird nun auf 44mm augefräst um dort Buchsen ein zu pressen, obwohl da eigentlich keine sitzen, die runde Fläche vorne und hinten muss plan gemacht werden, damit dort später Distanzscheiben zwischen können um das Axiale Spiel zu vermeiden.

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ich bin da jetzt schon mal mit der Flex rüber, um den Grad zu entfernen und es grob gerade zu machen, den rest macht dann die CNC-Fräse......

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hier...oben und unten noch mal die Situation am Vorderachsträger wie sich das Pendelager reingefressen hat...

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damit dort Distanzscheiben eingesetzt werden können und beim pendelt sich nicht verformen und schaden nehmen muss die Fläche wieder möglichst plan werden!

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die einzige Idee die ich da nun hatte, war ein hochwertiges Flüssigmetall zu nehmen, dieses dort aufzuspachteln, und........

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.....die bereits gekauften, oder besser gesagt zwei von den vielen Distanzscheiben in das Flüssigmetall zu drücken und mit einem Schlosserwinkel plan anzudrücken

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Später nach aushärtung bin ich nochmal mit einem Fächerschleifer dran gegangen um eventuell die passung zum Bolzen zu gewährleisten, falls ich die Scheiben nicht 100% positioniert habe.
 
achso.....das wär übrigenz nicht der Mittelbolzen, sondern ein 2´cm langes Rundeisen, welches einfach so als Distanzstück zwischen dem Zugmaul und edem eigentlichen Mittelbolzen war.....und hinten hat man zwischen Ölwanne und Bolzen auch sowas gefrickelt, damit der Mittelbolzen nicht nach hinten raus rutscht.....völlig gaga...

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in der Zwischenzeit habe ich mein Schlachgetriebe weiter zerlegt, da ich von ZF immer noch keine Antwort bekommen habe, echt schlechter Service! So liegt das Etappenziel Allradachse erstmal auf Eis...

ich habe vom Schlachtgetriebe alles geborgen was eventuell noch für mich nützlich sein könnte wie z.B. die Achstrichter, und die fast vollständige Zugpendel. der rest wird in Folie eingewickelt und eingelagert.

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