Restauration D439 von 1965

Kann deinen "Unmut" gut verstehen, geht mir auch oft so und mir fehlt dann oft hinten und vorne noch die Zeit da ich nur Abends oder Wochenende was machen kann etc.

ESP sollte alles stimmen sonst würde er warm nicht sofort ansprigen. Wenn ich dich richtig verstehe entsteht das Problem nur im kalten Zustand.

Ein paar Ideen/Anregungen (einfach ignorieren falls was schon weiter vorher angesprochen):

- Was für Umgebungstemperaturen sind in deiner Halle und was fürn Motoröl ist drauf?

- Zuleitung der Glühkerzen mindestens 4mm² (ich hab 6mm² verlegt) ?

- Wurde die Zuleitung getauscht oder ist die steinalt und möglicherweise teileweise gebrochen (vermindeter Querschnitt) ?

- Batterie Spannung noch OK (>12V) ?

- Stabglühkerzen sind parrallel zur Masse, daher sollte die Spannung an jeder Kerze gleich sein (ich meine so um die 10V je nach Modell)

- Bist du sicher das deine neuen Kerzen die richtigen sind bzw. von den Leistungsdaten passen?
 
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Das sind gute Ansätze! Also die Hallentemparatur liegt derzeit zwischen 6 und 10 Grad. Meine Batteriespannung ca. 13 Volt und ich lade über Nacht immer nach, damit ich immer einen volle Batterie habe. Die Glühkerzen sind parallel und mit den originalen Kupferstangen verbunden. Die Zuleitung ist sehr dick schätze 4 bis 6 qmm aber nicht erneuert ein Kabelbruch wäre denkbar! Genau danach werde ich heute Abend suchen, bzw. Die Spannung messen! Hier ein Foto von den neuen Stabglühkerzen die mir der Händler verkauft hat.  Allerdings habe ich im Internet eben gelesen dass es zwei verschiedene gibt, einmal 9,6 V und einmal 12 V sowie für den Einsatz ohne Glühüberwacher und ohne Wiederstand und einmal gibt es eine Glüh Kerze mit. Danach hat der Händler mich allerdings nicht gefragt. Ich habe Keinen Wiederstand und keine Überwachung. Vielleicht sind diese Kerzen falsch?
 
Kein Glühwächter/Vorwiderstände, das müsste beim 439 original so gewesen sein. Daher machen 12V Kerzen prinzipiell Sinn.

Ich hab mal die Foren Suche gequält. Fürn 439 ohne Vorwiderstände etc. werden hier oft "DieselSend DS 044" Kerzen positiv erwähnt. Laut Dr. Google laufen die mit 11V, mehr konnte konnte ich erst mal nicht finden. Ist zwar kein rießen Unterschied zu den Beru mit 12V allerdings dürften die DS etwas empfindlicher sein und gerade wenn noch zusätzlich der Anlasser läuft geht die Spannung sowieso in den Keller. Bei frischer Batterie sollte das aber passen.

Wurde zwar schon erwähnt aber schau doch mal ob Klemme 17 und 19 am Glüh- und Anlasschalter verbunden sind, ansonsten wird beim Starten des Anlassers nicht weitergeglüht. Bei den aktuellen Temperaturen ist die Hitze in der Vorkammer sofort weg und der vaporisierte Diesel kondensiert ( könnte den Qualm vielleicht erklären). Du kannst auch zB Klemme 17 an Kerze 1 und Klemme 19 an Kerze 4 anschließen, hauptsache du hast Durchgang.

Da du 12V Kerzen hast dürften die eigentlich nicht so schnell (120s) durchgebrannt sein (anders bei meinen Wendelkerzen).
 
Der Glühanlassschalter bei mir hat nur drei Anschlüsse:

15 kommt vom Zündschloss

17 geht zu dem Glühkerzen

50a das kleine Kabel welches zum Starter für den Impuls geht.

ich bleibe dran!!!!!!
 
Klemm mal die 3 Kontakte vom schalter ab. Wenn du Stufe 1 schaltest/ziehst -> Durchgang 15 zu 17? Stufe 2 -> Durchgang 15 zu 17 und 50a ?
 
Was mich stutzig macht, ist die Parallelschaltung deiner Glühkerzen. Meinen D320 habe ich umgerüste von den Wendelglühkerzen auf die Stabglühkerzen; und dabei mussten die Leitung von Parallelschaltung auf Reihenschaltung umgebaut werden.

Ich bin gespannt, was die Ursache ist..
 
Ne das müsste doch passen.

Wendelglühkerzen in Reihe geschaltet, jeweils mit Keramikisolator zum Block, Masseschluss am 1. Zylinder über Kabel zur Karosse. So hab ichs am 430er.

Stabkerzen haben nen Massebezug je Kerze, hier sollte auch kein Isolator je Kerze sein. 

Das kann eigentlich nur so sein ansonsten käm bei 12V stabkerzen nur noch rund 3V an der letzten Kerzr an. Bei den Wendelkerzen ist der Spannungsabfall vernachlässigbar da es quasi nur ein dicker Draht ist, hier zählt nur der Strom und der ist in Reihe für alles Kerzen gleich.

Bin auch gespannt...
 
Hallo,

hast Du mal versucht wie der anspringt im kalten Zustand wenn der angeschleppt wird. Ich denke das liegt nicht am glühen. Selbst wenn die Kerzen nicht die volle Leistung bringen muss der mit neuen Kolben und Zylindern fast ohne glühen anspringen.

Grüße Tim
 
Das glaubt mir kein Mensch! Man denkt auch immer zu kompliziert! Aber so wie sich das jetzt darstellt waren die Anzeichen eigentlich ganz klar, nur war es etwas gemein! Motor springt kalt nichht an, warm sofort oder nach vielen Startversuchen. Glühkerzen ausgebaut und mit fremdstrom getestet, als die Düsen draußen waren vorgelüht und alle vier glühen im eingebauten Zustand. Sogar von außen ist die Wärmeentwicklung das eine Mal messbar gewesen, bloß habe ich da nicht gestartet.

WAS FÜR EIN ZUFALL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Als ich vorhin die Spannung beim glühen und starten messen wollte ist folgendes aufgefallen:

Bei starten glüht er auf jeden Fall. Erklärt warum der Motor auch nach 20 Versuchen irgendwann anspringt.

Beim vorglühen, funktioniert es nur jedes 10 bis 20 mal, aber eher zufällig, oder man rackelt oder dreht am Knopf. Das heißt der Glüh- Anlasssschalter hat wohl einen Wackelkontakt........ein echter Nachteil, wenn man keine Glühüberwachung hat!

Bevor ich jetzt experimentiert habe, habe ich die ESP noch einmal auf IB eingestellt, .....kann ich ja inzwischen im Schalf! Und dann habe ich unter Kontrolle mit meinem Voltmeter 30 Sekunden mit Stoppuhr vorgeglüht.....

....der Anlasser hat gefühlt nur eine halbe Umdrehung gemacht und schon war der Motor da, ohne Rauch ohne Mucken!!!!!!!

Ich bin mir zu 99,9999999%  sicher, das ich jetzt den Fehler habe! Ich werde Morgen früh...."täglich grüsst das Murmeltier" einen Startversuch machen. 

Ein neuen Glüh-Anlassschalter kommt auf jeden Fall rein...........was für ein Alptraum.
 
Hallo

Das ist möglich und wenn es so ist wäre es ja noch das geringste Übel. Ja es gibt Sachen die können so einfach sein aber irgendwo muss man ja anfangen zu suchen und wenn man Glück hat findet man es sofort oder man hat alles durch und kommt erst als letztes drauf.

MfG

Alwin
 
Habe heute Früh vom Händler einen neuen Glühanlassschalter geholt. Meinen gibt es wohl nicht mehr aber ersatzweise das Modell mit einem Anschluss mehr, Klemme 17. Ihr sagtet das dann Eine Brücke zwischen 17 und 19 muss weil 17 quasi dann das weiter glühen beim Starten übernimmt. Wofür ist das denn eigentlich normlerweise gedacht? Mein alter Schalter war so gepoolt, das alles über 19 lief.

Ich habe eben erstmal 15, 19 und 50a provisorisch dran gesteckt um zu testen. Also vorglühen, ca 30 sek, dann starten, Motor war sofort da!!!!!

l‘m happy!!!!!

Es ging also auch ohne, aber ich denke das ich trotzdem eine Brücke einbaue, kann ja nicht schaden!

Vielen Dank noch mal an alle die sich hier so gut engagieren und tolle Tipps gegeben haben!

Die Restaurierungsarbeiten sind ja noch nicht abgeschlossen und es geht hier fleißig weiter......

gruss Mark
 
Freut mich das es nun klappt! :) Fehlersuche hat mich auch schon zum verzweifeln gebracht.

Hoffe bei mir klappt auch alles nächstes Jahr, will den Hyraulikzylinder vom Kraftheber mit neuen Nutringen versorgen und dabei gleich die Handbremswelle abdichten...

Der zusätzliche Anschluss am Glühanlassschalter kann zum Umschalten des Gesamt-Widerstands bei Verwendung von Vorwiderständen genutzt werden. Ich nutze den an meinem 430er mit den orignal Wendelkerzen. Hier hab ich 2 Vorwiderstände plus den Glühwächter. Bei Schalter auf erster Stufe sind alle 3 Widerstände und die Kerzen in Reihe. Wenn ich anlasse (Schalter=2) überbrücke ich den ersten Widerstand. Dabei wird für die Dauer des anlassens der Strom in den Kerzen sogar nochmal kurzzeitig erhöht.
 
Hallo 

Bezüglich der Glühkerzen und Glühzeit brauchst du dir eigentlich keine Gedanken machen, mit steigender Temp. der GK steigt Widerstand und Strom sinkt. Anfangs ziehen die GK etwa 20A, der Strom sinkt dann auf ca.10A. Die meisten Stab-GK sind nachglühfähig, da ist das dann überhaupt kein Problem.

Bei meinem D320 hab ich die GK (11V DS044 von Henzo Dieselsend) auch direkt angeschaltet und parallel dazu eine LED-Lampe in das Loch der ehem.Vorglühkontolle gebaut. Wenn die Lampe leuchtet siehst Du, daß der Schalter funktioniert und wenn Du aufpaßt sieht du beim Ziehen des Vorglühschalters auch daß die Ladekontrolllampe etwas zuckt => zumindest einige GK ziehen dann Saft. Gruß Andreas
 
Hallo, und damit wären wir gleich beim Thema. Ladekontrolleuchte!

Da der Motor ja jetzt keinen Kummer mehr macht, habe ich heute Abend an der Elektrik weiter gemacht. Kennzeichenleuchte, Fernlicht- Wasser- Öldruckkontrolleute....alles geht. Aber meine Ladekontrolleuchte macht mir sorgen. Die funktioniert genau falsch! Wenn ich Zündung einschalte leuchtet sie nicht, wenn der Motor läuft und ich 13,2 Volt Ladestrom messen kann, leuchtet sie. Also genau anders als es sein sollte!

Was kann denn das schon wieder sein? Hat jemand sowas schon mal gehabt?

Gruß Mark
 
Wie hast du denn die Ladekontrollampe angeklemmt? Nach deiner Beschreibung vermute ich das du die Leuchte zwischen Lima und Masse geklemmt hast.

Die Leuchte muss zwischen KL15 und 61 (Lima) angeschlossen sein. Solange die Lima steht bzw. keine oder zu geringe Spannung aufbaut bekommt die Leuchte ihren Massebezug über Lima nach KL15 (Leuchte an). Wenn die Lima min. ~12V bringt hat die Leuchte kein Massebezug mehr und es fließt kein Strom (Leuchte aus).

Gruß Alex
 
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