Restauration IHC 844 Allrad

Hallo Stefan844!

Ich bin ja eigentlich Keiner der in Foren groß was postet, aber deinen Beitrag habe ich mit absoluter Bewunderung wahrgenommen und ich kann mich nicht zurückhalten dir hier meinen größten Respekt zu zollen.

Ich bin total begeistert wie genau du diese Restauration durchführst und auch noch dokumentierst und diese Informationen auch noch für alle anderen User hier so aufbereitest.

Vor einer Woche habe ich mir für meinen Wald einen IHC 744 AS mit Stoll Frontlader angeschafft. Kurz nach den Kauf hat natürlich die sogenannte Käuferpanik nicht lange auf sich warten lassen und man überdenkt ob der Kauf denn richtig war.

Jetzt wo ich deinen Bericht so lese denke ich mir, alles kein Problem, für alles gibt es eine Lösung, manches dauert vielleicht etwas, aber nix ist unmöglich. Das beruhigt ungemein.

Das ein oder andere werde ich an meinem Schlepper auch noch machen, und ich werde versuchen ähnlich wie du eine art Doku zu machen um auch den anderen Forenmitgliedern Anregungen zu geben.

Ich kann nur sagen herzlichen Glückwunsch zu deinem Projekt und ich werde mit Spannung den Werdegang weiterverfolgen.

Mit Grüßen aus dem schönen Odenwald!
 
..."Käufer-Panik", hübscher, zutreffender Ausdruck...

Hatte ich vor ziemlich genau 3 Jahren auch, nach dem Kauf eines 844 AS, ebenfalls mit Stoll-Frontlader.

Der Schlepper hatte so um die 8.000 Stunden runter, sah optisch recht gut aus, und hatte einen überholten Motor.

Heute bin ich rd. 350 Stunden älter.

Und von Panik keine Spur mehr.

An solchen alten Schleppern hat man immer mal wieder etwas zu tun.

Bei meinem war ein neuer Balancer, eine neue Kupplung, eine neue Batterie fällig.

An der Vorderachse rissen am Achsschenkel ein paar Bolzen aus, das war ein ziemlich teurer Spaß, weil der komplette Achsschenkel neu musste.

Und es gibt schon mal undichte Stellen (Hubarme, Absenkdrossel, Zapfwelle), aber da ist die Reparatur oft recht einfach und kostet kaum was an Ersatzteilen.....

Insgesamt sind das sehr zuverlässige Schlepper, an denen Du sehr viel selbst machen kannst, wenn‘s denn nötig ist.

Ein Kumpel von mir hatte sich mehr oder weniger zeitgleich einen CS 94 gekauft, und dafür gut das Dreifache ausgegeben.

An Reparaturen hat in in den letzten 3 Jahren aber gut viermal so viel wie ich bezahlen müssen......

Wenn Du Deinen Schlepper auch im Winter immer mal wieder brauchst, und so wie ich darauf angewiesen bist, dass er auch bei minus 20 Grad zuverlässig anspringt, tu‘ Dir und Deinem Schlepper den Gefallen und installiere eine Motorheizung (wenn Du Netz-Strom in der Nähe Deines Schleppers hast).

Beim Einbau einer schwedischen Calix-Heizung (eine Art Tauchsieder im Motorblock) musst Du allerdings die Frontlader-Konsolen runter machen, es gibt aber einfacher zu montierende Alternativen wie sie z.B. der User Lef. an seinem Hanomag (mal die Suche bemühen) verbaut hat.
 
@ Maddn8:
Erstmal Herzlich Willkommen hier im Forum!

Auch mir ging es vor einem Jahr mit meinem 644S so.
Gekauft und dann relativ schnell gemerkt das noch einiges zu machen ist.
Zuerst mal war die Elektrik dran.
Dann ist er schlecht angesprungen: Anlasserrevision, neue Batterie, neues Massekabel und +-Kabel zum Anlasser.
Dieselrücklaufleitung gewechselt.
Seitdem springt er ohne Probleme an.
Zwischendurch hatte ich mal einen Frontlader montiert, den ich aber wieder abgebaut und verkauft habe.
Auch gute Arbeitsscheinwerfer sind jetzt dran und hab sie in der dunklen Jahreszeit schätzen gelernt.

Mittlerweile hab ich ihn in etwa so wie ich gut damit auskomme.
Am Anfang wollte ich ihn gleich wieder verkaufen, weil mich soviel gestört hat. Aber wie Nordschleifen-IHC schon gesagt hat, man kann vieles selbst machen. Und wenn Du Dich mal umhörst, bekommst Du immer wieder gesagt, dass diese Baureihe sehr robust ist.

Ich wünsche Dir viel Spaß mit deinem 744AS und das er lange hält!
Und wenn mal was dran ist, scheu Dich nicht hier nachzufragen (aber vorher die Suchfunktion bemühen) - denn hier werden Sie geholfen ;-)

Gruß Sascha

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
 
Hallo!

es geht wieder weiter!

Patient: Mittelachsbolzen

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Hier ein Foto von vorne in den Vorderachsträger. Fast ein ganzer Zentimeter Spiel und jede Menge Rost.

Vermutlich ist hier mal Batteriesäure reingelaufen. Die Buchsen sind nur noch Halbschalen, der Mittelachsbolzen

hat sich einige Millimeter tief in den Gussblock gearbeitet.

 

Ok, wenn dann richtig: Sandstrahlen, dann aufs Bohrwerk, Ausbüchsen + neuer Bolzen

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Nächste Baustelle: Reifen+Felgen

Zum Abziehen der alten Reifen ein Maxxum 5130 Einsatz:

Tolle Sache mit der Fronthydraulik, effektiv und sicher!

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Für das Ausbeulen der Felgen ist ein ganzer Tag draufgegangen.

Die Hälfte der Macken war schon in den Felgen, die andere Hälfte ist beim Abziehen der Reifen

dazu gekommen. Beim nächsten Mal würde ich die Reifen zersägen.

 

Nach dem Sandstrahlen und Lackieren mit neuen BKT´s:

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Vorne  320/85R24 (12.4R24)

Hinten 420/85R34 (16.9R34)

Das Aufziehen von den neuen Reifen ging mit etwas KG-Rohr-Schmiermittel fast von allein.

Die gewählten Reifengrößen ergeben bei meiner Vorderachse 2-3% Vorlauf,

beim TÜV wird sich hier kein Problem ergeben, da auch die breiteren Vorderreifen schon eingetragen sind.

 

Jetzt kommt Farbe ins Spiel!

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Frisch Abgedichtet und Lackiert die Vorderachse ZF APL 1351.

Die Wellendichtringe an den Kreuzgelenken haben einfach nur noch laufen lassen.

Also gleich beidseitig neue rein, auch wenn die mir eigentlich viel zu teuer waren.

 

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Obwohl ich noch nie selbst lackiert habe, hat das Sprühen der Motorhaube gut geklappt.

Als Sprühpistole verwende ich eine Metabo FB150. Mit knapp 30Euro kostengünstig und

für mich als Laien völlig ausreichend.

 

Schöne Grüße aus dem Münsterland und Danke für die netten Kommentare (auch wenns z.T. schon länger her ist)

Stefan
 
Sehr schön machst du das! Wenn ich irgendwann mal Zeit, Geld, Platz, Know-How und einen Ersatztrecker habe, mach ich unseren 844 AS auch so hübsch. So lange darf er mit seinen Rostansätzen, Undichtigkeiten und anderen Weh-wehchen vor sich hin vegetieren. :-) Naja, wenigstens hat er eine Garage, was aber in seiner Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen scheint, dem Rost nach zu urteilen. So lange er übern Tüv kommt muss auch nichts gemacht werden. Bin aber echt begeistert von deiner Arbeit.
 
Hallo Stefan!

Wollte nur kurz sagen, dass du das sehr schön machst und dir viel zeit nimmst, die du anscheinend ja eigentlich nicht hast! Ich hoffe wir sehen uns auf dem nächsten schleppertreffen in altenberge!

Gruß aus deiner nähe
 
Hallo!

Heute war Schleif- und Lackiertag für das Fahrgestell! Schnell nochmal die großen Teile lackieren, bevor es schon wieder kalt wird!

 

Hier die Endbehandlung mit Fettlöser und Abkleben:

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Die Einspritzpumpe ist grad so schön blank, drum beleibt sie so:

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Gar nicht so einfach! Bisher habe ich nur glatte Flächen gespritzt. Beim Motorblock gab es leider ein paar Läufer.

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Geschafft! Hiermit ist die Dreck-Spitze dieser Restauration überwunden!

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@ Yiha-C: Danke! Eigentlich hatte ich mir bereits Altenberge 2012 als Ziel der Restauration gesetzt :-) naja beim Nächsten bestimmt! Wie nah ist denn in der Nähe?

@Sebastian: Guter Tipp! An die IHC Vertretung als das Naheliegenste hatte ich irgendwie noch gar nicht gedacht! Das wäre nochmal eine Investition, auch wenn ich eigentlich das alte Armaturenbrett mittlerweile schon neu verdrahtet habe!

Gruß Stefan
 
Das sieht ja schon mal ganz schick aus, aber da kommt doch noch mal roter Lack drüber, oder? Ist ja schließlich kein Schlüter.
 
Dann ist ja gut. :-) Nicht, dass er in silber jetzt schlecht aussehen würde, aber es wäre doch zumindest sehr gewöhnungsbedürftig. :D
 
Hallo zusammen!

Jetzt hat er wieder eine Vorderachse!

 

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Kleiner Arbeitsschritt mit großer Wirkung: Es sieht nach Trecker aus!

 

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Jetzt hab ich noch eine Frage!

Ich möchte in den nächsten Tagen den Hydraulikzylinder für die Lenkung anbauen und das System befüllen.

Meine Frage: Wo kann ich das Öl einfüllen?

In den Werkstatthandbüchern steht auch keine genauere Beschreibung.

Auf dem Foto unten sieht man die Tandempumpe mit dem Ausgleichsbehälter, unten die Anschlüsse für den

Hydraulikzylinder. Die höchste Stelle wäre ja der Ausgleichsbehälter, der sich aber oben ohne Weiteres nicht öffnen lässt.

Hier wäre ich für einen Tipp dankbar!

 

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Grüße aus dem Münsterland!

Stefan
 
Hallo, schön geworden, dein Schlepper ! Weiter so.

Zur Frage :

Ich glaube deine Lenkung hat keinen separaten Ölkreislauf!

Du mußt also das Hydrauliksytem als ganzes befüllen. Da geschied hinten, an den Ölstand für die Hydraulik.

Dort musst du den Belüftungsfilter rausschrauben (das dicke runde Plastik-Ding, oben zwischen den Hubarmen hinter dem Sitz)

Zum Messen nur reinstecken, nicht einschrauben.

Falls ich sehr  falsch liege wird mich bestimmt bald jemand (mit mehr Ahnung) verbessern.

PS wenn du das Handbuch für die IHC Hydrauliklenkung benötigst, melde dich mal per PM

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Hallo Stefan,

tolle Arbeit, die du da machst - Respekt sieht sehr gut aus!

Zu deiner Frage:

Wie mein Vorredner schon beschrieben hat, das Hydrauliköl ganz normal in den Tank unterm Sitz einfüllen. Im Buch steht dann, dass man das System so entlüftet: Motor auf 1500 Umdrehungen und dann im Stand lenken jeweils links und rechts bis an den Anschlag. Dies soll einige Male durchgeführt werden. Dann wäre spürbar, dass sich keine Luft mehr in den Leitungen befindet.

Gruß Michael
 
Serwus,

allergrößten Respekt. Das ist mehr als eine profesionelle Restauration... Da können sich viele (inkl. mir) eine Scheibe von abschneiden. Bin auf neue Bilder gespannt. Berichte weiter. Danke!

 

Grüße aus dem Chiemgau
 
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