Überholung / Restauration 724 S

Hallo Leute,

Alexander, Danke für den Hinweis der Bezugsquellen für Blei, aber ich glaub da wäre eine Beschichtung mit Harz einfacher und man hätte die Gewissheit überall beschichtet zu haben.

Mhorsti, da muß ich Dir vollkommen Recht gebgen, die Sicherheit hat immer vorrang. Die Böcke stehen nicht auf den Holzbohlen. Da sind dicke U- Schienen in die Grube eingelegt. Kann man nur nicht so gut erkennen (bei der Weiterführung meines Berichtes in den nächsten Tagen sind diese schön in Blau gestrichen). Da passiert nichts. und Holz liegt oben auch immer dazwischen. 

Pascal und Alex, euch beiden vielen Dank für euer Lob. Mit der Versiegelung bin ich noch nicht so einig.

Gruß Markus
 
Hallo Freunde, es geht wieder weiter.

Als nächstes möchte ich mich um die Bremsen kümmern und um die darumliegenden leckagen. Die Bremskraft ist sehr bescheiden da, wie ich vermute, die Beläge verölt sind. 

Bin mal gespannt was mich da so alles erwartet...

Erst muß natürlich Platz geschafft werden um überhaupt an die Achstrichter heran zu kommen. 

Also erst mal das Verdeck abbauen. Das ist schnell erledigt, ... dachte ich...

Die Leitungen der Arbeitsscheinwerfer abgeklemmt und rausgezogen.

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Dann die 4 Schrauben raus und das Verdeck abheben

Die Schrauben waren ja schnell raus, aber die Pfosten waren  in den Aufnahmen festgerostet.

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Nix mit schnell abheben... 

Also mußte ich die Platten von den Kotflügeln abschrauben. Alle Schrauben, bis auf eine, gingen gut heraus. Die Eine musste von unten abgeflext werden.

Dazu muß natürlich das Rad demontiert werden.

Radmuttern lösen... Ufff.... die waren wohl schon ewig nicht mehr demontiert. Mit dem vorhandenen, normalen, Werkzeug und auch mit meinem Schlagschrauber mit 800 Nm Lösemoment war nichts zu machen. Man kann aber auch schlecht was ansetzen in der Felgenschüssel...

Kurz überlegt und mal wieder ein Werkzeug gebastelt.

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Hebellänge ca 90 cm und schräg zur Mutter so dass man am Felgenrand vorbei kommt. Die Muttern waren damit schnell gelöst. Funktioniert perfekt und rutscht nicht ab. Ausgestattet mit einer Aufnahme für 1/4 Zoll Nüsse universell verwendbar.

Also Rad raus, Schraube abgeflext und Verdeck abgehoben. Dabei hat mir mein Vater und unser Weidemann geholfen.

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Weiter gehts mit den Kotflügeln. Erst die Verkabelungen der Leuchten getrennt, den Halter der Hydraulikanschlüsse abgeschraubt und die "Schaltzentrale" der Arbeitsscheinwerfer demontiert.

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Erstmal Dreck entfernen und die Schrauben frei legen.

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Kotflügel an den Kran hängen...

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...und die Muttern und Schrauben lösen. Die Muttern des Bügels waren ganz schön fest gerostet und wären ohne behandlung abgerissen. Aber mit ein wenig Wärmeeinwirkung mittels Brenner haben sie sich nicht mehr gewehrt.

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...und der Kotflügel konnte fliegen...

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Der Halter der Batterie sieht mir stark nach einem Eigenbau aus. 

Wie sieht das Original aus? Kann vielleicht jemand ein Foto davon einstellen? 

Ob die Batterie später an diesem Platz bleibt weiß ich noch nicht, aber ich denke schon.

So, die gleiche Prozedur auf der anderen Seite und dann gehts weiter.  Boah...so langsam gehen echt mir die Ecken aus um die großen Teile zu lagern...will ja nicht alles in die Wiese legen.

Also bis dann.... Markus
 
Hallo,

beim anderen Kotflügel dauerte es etwas länger mit der Demontage. Denn dort war das letzte Steuerventil irgendwie im Weg und musste abgebaut werden.

Hab dann grad beide Steuerventile und den Steuerblock (nennt man den so?) abgebaut und die Endplatte mit einer zurechtgeschnittenen Dichtung wieder angeschraubt dass mir nicht das ganze Öl rausläuft. War ohnehin eine schöne sauerei. 

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Jetzt hab ich auch Platz wenn das ganze Gewurschdels mit den Schläuchen u.s.w. weg ist.

Am letzten Steuerventil (DW) saß das Teil darunter auf dem Kotflügel auf.

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Zweiter Kotflügel war jetzt auch weg.

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Erstmal die Achstrichter von dem ganzen Dreck und Öl befreit und die Trittbleche abgebaut.

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Langsam arbeite ich mich zur Bremse vor. 

Hab dann auf beiden Seiten das Achsöl abgelassen und mit der Demontage des linken Achstrichters begonnen.

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Die Demontage ging recht gut und nun liegt alles offen vor mir.

Wie erwartet ist die Bremse schön verölt.

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Ich denke das Öl kommt eher aus dem Getriebe als aus der Achse, aber ist auch egal, es werden sowiso alle Simmerringe gewechselt.

So das war die Ausbeute des heutigen Tages. Ich werd mich jetzt mal noch ein wenig im Werkstatthandbuch schlau machen über die Demontage und Überprüfung der Bremse.

Schönes Wochenende, bis nächste Woche...

Gruß Markus

  

 
 
Hey Leute letzes Update vor Weihnachten,

diese Woche hab ich weitergemacht mit dem Ausbau der Bremsautomaten und der ganzen Pedalerie auf der rechten Seite. 

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Der eine Automat ist schon etwas eingelaufen, der Andere sieht noch gut aus von den Reibflächen. Der scheint schon mal erneuert worden zu sein.

Werde sie nächste Woche mal auseinander bauen und von innen begutachten.

Demontage der Bremspedale und Gestänge

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Die Bremspedale sind auch ganz schön ausgeschlagen und müssen überarbeitet werden. Die Federn die montiert waren sind auch die Falschen. (2 verschiedene und ausgeleiert)

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Alles schön versifft. 

Hab dann den Hanbremshebel mit Gestänge, Pedal der Differentialsperre und Zapfwellenhebel abgebaut damit man alles mal richtig sauber machen kann..

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Den Hydraulikblock hab ich dann auch noch grad herunter gehoben um mir ein Bild vom Inneren zu machen.

Zuerst hab ich das Hydrauliköl abgelassen. Waren nur noch ca 5 l drin.

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Sieht alles noch gut aus und ich kann auch kein Verschleiß an den Zahnrädern feststellen. Das Handbremsband sieht meiner Meinung nach auch gut aus.

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Zwischendurch hab ich noch schnell eine neue Scheibe zum sichern der Hubstrebe angefertigt. Die eine Seite war nur mit einem Flacheisen gesichert und hat mir nicht gefallen.

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Hab den Hydraulikblock wieder ausgesetzt und dann war Putzen angesagt. Den Rumpf und die Bremsenteile grob mit Spachtel und Bürste von dem ganzen Schmodder befreit. Da kam schon einiges an Dreck zusammen. Dann alles schön abwaschen mit Bremsenreiniger. 

Heute hab ich noch die ganzen Kleinteile mit meinem Teilewäscher gereinigt.

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Alles wieder sauber...

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Nächste Woche kann ich einige Teile, wie Handbremshebel, Zapfwellenhebel und die Hebel der Heckhydraulik, wieder anbauen, da diese nicht zu überarbeiten sind (glaub ich mal) und mich um die Bremspedale kümmern.

So das war´s für heute...

Ich wünsche allen hier in diesem tollen Forum frohe und erholsame Weihnachtsfeiertage...

Bis dann...der Saarschrauber Markus...

   
 
Hallo Markus , oben fragtest du nach dem Batteriehalter meines wissens hatten die 

früher 2 Batterien verbaut und wurden dann wegen der Kosten auf 1 umgerüstet .

Gruss Karl 
 
Hallo Markus,

schöner Bericht weiter so.

Hab bei mir zwei Batterien neben dem Sitz verbaut, günstiger wie eine Große und ordentlich Dampf. Wenn gewünscht kann ich Bilder einstellen.

Was verwendest du für Reiniger in deinem Waschgerät?

Grüße aus dem Westerwald Dominik
 
Hey Dominik,

werd mich natürlich weiterhin bemühen meinen Bericht so detailiert und mit vielen Bildern fortzuführen.

Freue mich immer wieder sehr wenn mein Beitrag gefällt. 

Und ja, bitte stell mal Bilder hier bei mir rein von deinem Batterieplatz. Welche Leistung haben deine Batterien?

Den Reiniger hab ich bei Ebay bestellt. Glaub steht Teilereiniger drauf. Muss morgen mal genau schauen was auf dem Schild steht. Hab das Mittel schon ein paar Jahre in Gebrauch und müsste es mal erneuern. Ich hab noch einen neuen Kanister (5 L) Kaltreiniger vom Autoteilehändler stehen, den werd ich mal versuchen ob der auch so gut reinigt. Auf jeden Fall riecht der besser, schön nach Zitrone.

Gruß Markus
 
Hallo Markus, hier die Bilder. Habe auch mal den Batterietrennschalter mit fotografiert find den Platz gut dann denkt mal auch daran den auszuschalten beim Abstellen und wenn es los gehen soll muss man nicht nochmaal absteigen weil er vergessen wurde ;-)

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habe die Verkabelung etwas aufwendiger gemacht dadurch sollen die Batterien gleichmäßiger belastet werden, ob‘s was bringt weiß ich nicht wurde mir aber so empfohlen

Grüße aus dem Westerwald Dominik
 
Hallo Leute,

Weihnachten ist vorbei und es kann endlich wieder geschraubt werden.

Dominik, danke für die Bilder. Haben die 2 Batterien auf den vorhandenen Halter gepasst oder musstest du den verändern ? Aus welchem Grund hast du einen Trennschalter eingebaut, hast du Entladung der Batterien bei länger Standzeit ?

Hab dir mal das Schild von meinem Teilereinigungsmittel fotografiert.

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So, ich hab auch wieder weiter gemacht. Hab das Pedal der Differentialsperre, den Hebel für die Zapfwelle und den Handbremshebel wieder angebaut.

Der Handbremshebel hat dann doch noch ein wenig Zuwendung gebraucht. Als ich ihn angebaut hatte hab ich bemerkt das die Sperrklinke nur halb auf dem Zahnsegment aufliegt. Also wieder abgebaut und nachgeschaut.

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Die Distanzstücke hatten zu viel Spiel und so konnte die Klinke zur Seite rutschen. Da der Stift der durch die Klinke geht vernietet ist musste ich ihn absägen und einen Neuen anfertigen und zwei neue Distanzstücke.

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Oben neu, unten alt. Hab in den neuen Stift eine Nut eingestochen um ihn mit einen Sicherungsring zu fixieren. 

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Die Sperrklinke hab ich auch noch ein wenig bearbeitet, denn die war einseitig abgenutzt.

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Und nach der Bearbeitung...

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Dann alles montiert. Jetzt ist die Sperrklinke wieder schön mittig auf dem Zahnsegment.

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Gestänge befestigt und eingestellt. 

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Das war´s dann auch schon wieder für heute.

So gehen die Stunden dahin für Kleinkram den man nicht sieht. Was soll´s hat trotzdem Spaß gemacht.

Bis dann... Markus
 
danke für das Bild vom Reiniger, den Trennschalter hab ich eingebaut weil mir der Kabelbaum mal angefangen hat zu kokeln und ich die Batterie fast nicht schnell genug abgeklemmt bekommen hab und bei den alten Kabeln weiß man nie sicher ist sicher ;-) kosten nicht viel gehört aber meiner Meinung nach in jedes ältere Fahrzeug

Grüße aus dem Westerwald Dominik
 
Hi,

ich hab mal wieder einen Punkt vom meiner noch recht langen Liste abgearbeitet.

Diesmal stand die Überholung der Bremspedale auf dem Programm. Die haben richtig viel geschlackert. Man konnte sie ca 5 cm hin und her bewegen. Die Pedale hatten über 1,5 mm Spiel auf dem Zapfen.

Zuerst musste ich mir überlegen wie ich überhaupt am Besten vorgehe. Pedale ausspindeln war klar, denn die Bohrungen waren Oval. Damit die Pedale nachher auch noch richtig zueinander stehen musste ich sie zusammen in einer Aufspannung ausspindeln und dafür erst mal eine Aufspannvorrichtung bauen.

Hab die Pedale zueinander ausgerichtet und zusammen geheftet. Dann noch ein stück Rohr winklig abgeschnitten, auf ein Flacheisen geschweißt und an die Pedale geheftet. So hatte ich nach unten Platz wenn das Spindelwerkzeug durch die Bohrungen durch ist und auch die Späne konnten sich dort sammeln. 

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So konnte man die Sache wunderbar auf die Fräse spannen...

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... genau ausrichten und ausspindeln...

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Nach ein paar Durchgängen waren die Bohrungen wieder schön rund.

Als nächstes war der Zapfen dran.

Der sah auch nich besser aus und musste überdreht werden.

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Hiefür hab ich ihn zwischen zwei Spitzen gespannt und eine Schraube als Mitnehmer eingeschraubt.

1mm musste runter damit der Zapfen wieder gleichmäßig rund war.

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Jetzt konnte ich die Buchsen anfertigen.

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Das ganze mal zwei. Innen noch eine Schmiernut gedreht und die Buchsen in die Pedale eingepresst.

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Zapfen montiert...

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...und die Pedale eingesetzt. Dann noch schnell eine neue Scheibe angefertigt und mit einem neuen Segerring gesichert,... Fertig...

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Das Gewackels hat ein Ende und die Pedale sind wieder schön geführt.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

sehr fein gemacht. Kannst Du mir ein wenig Nachhilfe geben?

Was ist das für ein Spindelteil? Funktioniert das nur in eine Frässbank oder auch

Mit einer Bohrmaschine? Was kann man damit machen, bzw. wo sind die Grenzen.

An meinen Schleppern sind so einige Löcher nicht.mehr rund.

Gruß Matthias
 
Ich wünsche ein frohes neues "Schrauberjahr" an alle hier im Forum...

Hallo Matthias,

das besagte Ausspindelwerkzeug, oder auch  Ausdrehkopf genannt, ist ein ein fein einstellbares Werkzeug. Theoretisch könnte es auch in einer Standbohrmaschine zu verwenden sein, wenn die Steifigkeit der Maschine es zulässt. Das Ausrichten ist halt sehr schwierig und ungenau wenn du keinen Kreuztisch hast. 

Einer der Marktführer für dieses Werkzeug ist, meiner Meinung nach, die Fa. Wohlhaupter. Aber für den Hobbybereich oder für gelegentliche Arbeiten viel zu teuer. Ich hab ein Teil der Fa. Paulimot aus dem Internet bestellt. Das reicht für meine Zwecke völlig aus. War ein Set mit verschiedenen, großen und kleinen  hartmetallbestückten  Scheidwerkzeugen die mich aber von der Qualität nich so überzeugten da sie nicht richtig scharf waren. Denke die müssen erst mal richtig geschliffen werden. Ich benutze, genau wie an meiner Drehbank, Drehmeißel mit Wendeschneidplatten, das funktioniert wunderbar.

Hab dir mal zwei Fotos von dem Teil gemacht.

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Mein Ausdrehkopf hat ein MK3 Schaft den ich mit einer MK4 Hülse in meiner Fräsmaschine aufnehmen kann. Gibt es bestimmt auch mit Zylindrischem Schaft für eine Spannzange oder Bohrfutter. Eine Einstellung ist im 1/100stel Bereich möglich an der großen Einstellschraube mit der Skala seitlich am Kopf. Den Drehmeißel kanst du von unten an 3 Stellen einsetzen oder Waagerecht von der Seite. Ich kann damit Durchmesser von ca 13mm bis, ich schätze mal, 250mm spindeln. Die Genauigkeit der Bohrungen hängt von der eingesetzten Maschine ab und der Schärfe des Werkzeugs.

Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen und deine Fragen beantworten.

Gruß Markus 
 
Hmmm,

für den Hobbybereich bietet sich da eher eine Reibahle an. Macht auch runde und ausreichend genaue Löcher. Gibt es auch als Handreibahle, einfach mal bei Google eingeben. Wenn man sich rantasten möchte, ist eine verstellbare Reibahle von Vorteil.

Sorry wenn ich den Faden dafür versaue.

Mein größtes Problem ist, das man den Querschnitt verjüngt, also Stabilität herabsetzt. Bei einigen Teilen kein Problem, aber zB bei Hubstreben oder dergleichen sollte man vorsichtig sein.

Gruß Jürgen
 
Reibahle kannst du hier vergessen. Mit ner Reibahle kannst du eine Bohrung mit ner bestimmten Durchmessertoleranz herstellen. Hier geht es aber darum ovale Löcher wieder rund zu bekommen und gleichzeitig den Winkel der Bohrung zu beeinflussen. Das ist mit ner Reibahle nicht wirklich gut machbar.

Gruss

Georg
 
Da muss ich Georg Recht geben.

Ich glaube auch dass man bei ovalen Löchern nicht viel mit einer Reibahle anfangen kann. Zudem hat eine Reibahle ja auch nur ein festes Maß und bei verstellbaren Reibahlen ist der Einstellbereich ja glaub ich auch nur mehrere Millimeter. Somit muss man für verschieden große Bohrungen auch verschiedene Reibahlen kaufen. Und gerade Verstellreibahlen sind auch nicht billig. Natürlich um eine Passung mit genau definiertem Maß herzustellen allemal die besser Lösung. 

Mein Auspindelsatz hat glaub ich vor ein paar Jahren ca 100,- € gekostet. 

Und Jürgen, mit dem Querschnitt bin ich ganz deiner Meinung. Man kann nicht jedes Teil beliebig weit aufbohren um Buchsen einzusetzen. Bei Teilen die großen Belastungen ausgesetzt sind sollte man Vorsichtig sein. Dann evtl. doch lieber neu kaufen oder wenn es das Material und der Einbauort zulässt eine Stahlbuchse einschweißen.

Gruß Markus...
 
Hallo Jungs,

diese Woche hab ich nicht all zuviel geschafft. Hab die Trittbleche repariert. Die waren teilweise gerissen, ausgebrochen und verbogen.

Hab sie geschweißt und gerichtet so dass man sie wieder schön befestigen kann.

Die rechte Seite war an 2 Stellen ausgebrochen. Immer dort wo die Befestigunsschrauben sitzen

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Und nach der Reparatur...

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Die linke Seite wurde etwas gerichtet und auch eine ausgebrochene Stelle und Risse geschweißt.

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Und ich hab noch die Bremsenteile überprüft und vermessen und alle Ersatzteile dazu bestellt. Ein Bremsautomat muss leider neu, der andere ist noch fast wie neu. 

Das war´s auch schon wieder für heute... 

Bis dann... Markus
 
Hallo ihr Lieben,

endlich geht es wieder weiter an meinem Traktor. Die letzten Wochen war mit Schrauben nicht viel drin, denn meine Liebste hatte andere Pläne mit mir. Sie wollte das halbe Haus renoviert haben, sprich streichen, tapezieren, u.s.w.  Und Ihr wisst ja wie das ist, wenn sich die Frauen was in den Kopf gesetzt haben...da lassen sie nicht locker. Also was macht man als liebender Ehemann ? Mann erfüllt seinem Schatz natürlich ihre Wünsche. Danach ist sie wieder glücklich und man kann ganz entspannt weiterschrauben :-)

So, wie gehts weiter... die Bremsen standen ja noch offen. Teile waren ja schon länger eingetroffen. Eine Kiste voll Material. Erst mal ausgepackt und sortiert.

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Angefangen habe ich mit den Zwischenflanschen. Erstmal gründlich gereinigt und die verstopften ablaufbohrungen wieder frei gemacht. Die waren wirklich komplett zugesetzt.

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Dann die Dichtflächen gesäubert und die Macken bzw. gestauchtes Material am Rand, das übrigens nicht von mir verursacht wurde, weggefeilt damit die Dinger nachher wieder schön plan aufliegen.

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Das ganze auf beiden Seiten und noch die alten Wedi´s heraus geschlagen.

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Die neuen Wedi´s wurden auf meiner Presse mit einem passenden Druckstück eingepresst.

Danach versuchte ich die Dichtringe aus den Bremsgehäusen zu entfernen. Hab´s erst auf die alt bekannte Weise versucht mit 2 Blechschrauben und einem "Schlagabzieher" nennt man den so?  (Gewindestange mit Schlaggewicht und verschiedenen  Aufnahmen vorne. Kann man auch zum Ausbeulen verwenden) Das war aber nicht erfolgreich. Die Schrauben sind ausgerissen. 

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Es musste eine andere Lösung her. Also fing ich wieder an zu basteln. Ein stück Flacheisen, ein stück vierkant Vollmaterial und eine lange Schraube. Das ganze ein wenig bearbeitet und heraus gekomm ist dabei das.

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Das Flacheisen durch das Loch hinter dem Dichtring positioniert und die Schraube mit dem Vierkannt eingeschraubt. Die genaue lage des Flacheisens kontrolliert und dann die Schraube weiter hinein gedreht. Dadurch kam der Dichtring spielend leicht heraus.

Nach einem Blick in die Ersatzteilliste ist mir aufgefallen dass bei der letzten Montage hier kein Ölablaufring und Dichtringhalter eingebaut worden ist. Diese sitzen normalerweise noch vor dem Wedi zur Bremse hin.

Jetzt musste der neue Wedi und anschließend der neue Ölablaufring mit Gehäuse eingepresst werden. Dazu hab ich mir erneut eine Konstruktion gebaut. Damit konnte ich gefühlvoll und mit gleichmäßiger Druckverteilung auf den Dichtring diesen einpressen.

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Das 4-Kant-Rohr habe ich mit den Achstrichterschrauben und mit 2 Rohrstücken als Distanz am Bremsgehäuse festgeschraubt.

Die Ölablaufbohrung des Dichtringhalters muß unten sein. Und die Ablaufbohrungen im Bremsgehäuse nach außen hab ich natürlich auch gereinigt.

Auf der andern Seite nochmal das gleiche Spiel 

Weiter ging es mit den Bremsscheiben. Die Beläge waren komplett verölt und richtig vollgesaugt. Hab die alten Nieten angebohrt und mit einem Dorn heraus geschlagen. Man sieht gut wie viel Öl noch unter den Belägen war.

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Die Scheiben wurden gründlich gereinigt und dünn mit Auspufflack besprüht. Danach sahen sie wieder aus wie neu.

Dann hab ich überlegt wie ich am besten allein die neuen Beläge aufnieten kann. Dazu hab ich in ein Stück Flacheisen 200 x 5mm ein 6er Loch gebohrt und mir einen kleinen Einsteckdorn gedreht der minimal kleiner ist als der Kopf der Niete und ca 1mm höher heraussteht als die Niete in dem Belag sitzt. So lag die Bremsscheibe schön flach auf und der Dorn drückte voll von unten gegen die Niete. Diese konnte dann von oben vernietet werden.

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Das funktionierte echt wunderbar und war schnell erledigt. Zum vernieten hab ich 3 Werkzeuge benutzt. 

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Die Werkzeuge hab ich von rechts nach links verwendet. Mit dem spitzen Körner hab ich die Niete etwas aufgeweitet, mit dem ehemaligen Durchkörner weiter umgebördelt und mit dem flachen Dorn beigelegt. Nach 2 Nieten waren die Beläge schon fest mit der Scheibe verbunden.

So genug für heute, werde morgen weiter vom Zusammenbau berichten.

Wünsche allen noch eine schöne Restfastnacht...

Gruß Markus

 

 
 
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