Unsere Holzernte, Einsatzbilder, Erfahrungsberichte von Anbaugeräten wie Winden, Spalter, Greifer, Sägen etc.

www.focus.de/wissen/klima/tid-12399/bodendruck-biomasse-kommentar_1628452.html

https://pferde.landlive.de/boards/thread/26240/page/4/

Auch Betrachtunsweisen die nun völlig den Thesen von Nordschleifen - IHC wiedersprechen, wobei ich auch sagen muss das ich an die Thesen die Nordschleifen - IHC  hier aufstellt, nicht so ganz glauben kann

Ich bin der Meinung das Pferde nur besser für den Wald sind weil sie weniger Schlupf beim Ziehen haben als ein Traktor der Bodendruck von Pferden wird aber nie geringer sein als bei einem vernünftig bereifen Schlepper oder Forstmaschine

Aber das die Wasserspeicherfähigkeit von Wald als wichtiger zu beurteilen ist als die Wasserspeicherfähigkeit von Acker und Weideland halte ich gelinde gesagt für Blödsinn

Aber ich finde die Anegung gut, da ich vor Jahren eine Bodendrucksonde von Prof. Dr. Volk geschenkt bekommen habe werde ich mir doch bei Gelegenheit mal die Mühen machen und die Thesen von Nordschleifen IHC zu prüfen.

Mal sehen was dabei rauskommt, ich werde dann berichten
 
RalfG:

Auch eine Betrachtunsweise die nun völlig den Thesen von Nordschleifen - IHC wiederspricht, wobei ich auch sagen muss das ich an die Thesen die Nordschleifen - IHC  hier aufstellt, nicht so ganz glauben kann

www.focus.de/wissen/klima/tid-12399/bodendruck-biomasse-kommentar_1628452.html

Das Pferd ist mit Sicherheit nicht das Allheilmittel.

Aber ich finde die Anegung gut, da ich vor Jahren eine Bodendrucksonde von Prof. Dr. Volk geschenkt bekommen habe werde ich mir doch bei Gelegenheit mal die Mühen machen und die Thesen von Nordschleifen IHC zu prüfen.

Mal sehen was dabei rauskommt, ich werde dann berichten
Hallo,

das hat mit Glauben wenig zu tun, von der Qualität des verlinkten Kommentars mal ganz zu schweigen.Insbesondere der vorletzte Satz ist sehr vielsagend... Dem Autor des Kommentars ist erstens wohl nicht der Unterschied zwischen m und m² bekannt. Zweitens macht er sich die Sache (wie andere auch) zu einfach, indem er annimmt, dass der Druck an der Oberfläche bedingt durch Masse und Aufstandsfläche die einzige relevante Größe sei. Dem ist nicht so. Neben dem Flächendruck ist auch wichtig, wie weit sich der Druck am Boden in tiefere Schichten fortsetzt. Dafür sind neben dem Flächendruck selbst auch die absolute Masse und die Größe der Aufstandsfläche relevant.

Zusammengefasst bedeutet das, dass der Boden durch schwerere Maschinen mehr geschädigt wird als durch leichtere, selbst wenn der Flächendruck aufgrund größerer Aufstandsfläche gleich sein sollte.

Viele Grüße Andreas
 
644:

RalfG:

Auch eine Betrachtunsweise die nun völlig den Thesen von Nordschleifen - IHC wiederspricht, wobei ich auch sagen muss das ich an die Thesen die Nordschleifen - IHC  hier aufstellt, nicht so ganz glauben kann

www.focus.de/wissen/klima/tid-12399/bodendruck-biomasse-kommentar_1628452.html

Das Pferd ist mit Sicherheit nicht das Allheilmittel.

Aber ich finde die Anegung gut, da ich vor Jahren eine Bodendrucksonde von Prof. Dr. Volk geschenkt bekommen habe werde ich mir doch bei Gelegenheit mal die Mühen machen und die Thesen von Nordschleifen IHC zu prüfen.

Mal sehen was dabei rauskommt, ich werde dann berichten
Hallo,

das hat mit Glauben wenig zu tun, von der Qualität des verlinkten Kommentars mal ganz zu schweigen.Insbesondere der vorletzte Satz ist sehr vielsagend... Dem Autor des Kommentars ist erstens wohl nicht der Unterschied zwischen m und m² bekannt. Zweitens macht er sich die Sache (wie andere auch) zu einfach, indem er annimmt, dass der Druck an der Oberfläche bedingt durch Masse und Aufstandsfläche die einzige relevante Größe sei. Dem ist nicht so. Neben dem Flächendruck ist auch wichtig, wie weit sich der Druck am Boden in tiefere Schichten fortsetzt. Dafür sind neben dem Flächendruck selbst auch die absolute Masse und die Größe der Aufstandsfläche relevant.

Zusammengefasst bedeutet das, dass der Boden durch schwerere Maschinen mehr geschädigt wird als durch leichtere, selbst wenn der Flächendruck aufgrund größerer Aufstandsfläche gleich sein sollte.

Viele Grüße Andreas

Da irrst du aber ganz gewaltig,

Wenn Du nun geschrieben hättest das die Zusammensetzung des Boden für die Tiefe der Druckzwiebel entscheidend  wäre, wäre ich bei Dir gewesen.

Auf gleichen Bodenverhältnissen ist die Tiefe bzw. die „Länge“ der Bodendruckzwiebel jedoch abhängig von der Einsinktiefe des Rades.

Und die Einsinktiefe des ist abhängig von der Aufstandsfläche des Rades bzw. des Reifens bzw. des Laufbandes

 

www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C40990%2C2163%2C%2CbnBmX3NldF9wb3NbaGl0c109JTI1bnBmX3NldF9wb3MlMjU%3D

Druck definiert sich in Masse pro Fläche, der Autor des Fokus Links hat sich nach meiner Meinung mit der Schreibweise vertan.

Das ändert aber wenig an der grundsätzlichen Richtigkeit seiner Aussage.

Nun könnte man darüber diskutieren wie sich die von Pferden im Abstand ihrer Schrittlänge verursachten  "einzelen" Druckzwiebeln im Boden zu den durchlaufenden Druckzwiebeln eines Ketten oder Radfahrzeuges verhalten. Auch diese einzelen Druckzwiebel der Pferde können sich im Unterboden überlagern da dein Pferd nunmal  eine kleine Bodenaufstandfläche und dadurch einen relativ hohen Bodendruck hat und die Druckzwiebel im Boden deutlich ausgeprägter ist

Fakt ist das ein Pferd einen höheren Bodendruck pro Fläche verursacht als ein vernünftig bereiftes Ketten oder Radfahrzeug
 
Da irrst du aber ganz gewaltig,

Wenn Du nun geschrieben hättest das die Zusammensetzung des Boden für die Tiefe der Druckzwiebel entscheidend  wäre, wäre ich bei Dir gewesen.

Auf gleichen Bodenverhältnissen ist die Tiefe bzw. die „Länge“ der Bodendruckzwiebel jedoch abhängig von der Einsinktiefe des Rades.

Und die Einsinktiefe des ist abhängig von der Aufstandsfläche des Rades bzw. des Reifens bzw. des Laufbandes

 

www.bauernzeitung.at/?id=2500%2C40990%2C2163%2C%2CbnBmX3NldF9wb3NbaGl0c109JTI1bnBmX3NldF9wb3MlMjU%3D

Druck definiert sich in Masse pro Fläche, der Autor des Fokus Links hat sich nach meiner Meinung mit der Schreibweise vertan.

Das ändert aber wenig an der grundsätzlichen Richtigkeit seiner Aussage.

Nun könnte man darüber diskutieren wie sich die von Pferden im Abstand ihrer Schrittlänge verursachten  "einzelen" Druckzwiebeln im Boden zu den durchlaufenden Druckzwiebeln eines Ketten oder Radfahrzeuges verhalten. Auch diese einzelen Druckzwiebel der Pferde können sich im Unterboden überlagern da dein Pferd nunmal  eine kleine Bodenaufstandfläche und dadurcheinen relativ hohen Bodendruck hat und dadurch die Druckzwiebel deutlich ausgeprägter ist

Fakt ist das ein Pferd einen höheren Bodendruck pro Fläche verursacht als ein vernünftig bereiftes Ketten oder Radfahrzeug

Ich pflichte dir völlig bei, dass die Zusammensetzung des Bodens ganz entscheidend bei der Sache ist. Ob ein Pferd nun mehr oder weniger Bodenschäden verursacht als eine Forstmaschine, sei auch dahingestellt. Wenn sowohl ein Pferd als auch eine Forstmaschine einmal quer durch den Wald gehen/fahren, macht die Forstmaschine sicher mehr Schaden als das Pferd, da die überfahrene Fläche deutlich größer ist, selbst wenn der durch das Pferd verursachte Schaden in größere Tiefen reichen sollte. Um insgesamt eine Aussage treffen zu können, müsste man allerdings in Betracht ziehen, wie viel Fläche Pferd/Forstmaschine für die gleiche Holzleistung schädigen, was wohl nicht ganz so einfach ist.

Bei gleichen Bodenverhältnissen ist die Bodenschädigung (durch Verdichtung), wie du schon schreibst, von der Einsinktiefe abhängig. Diese wiederum hängt vom Flächendruck, also dem Verhältnis von Masse zu Aufstandsfläche ab. Nichtsdestotrotz ist die Ausprägung der Druckzwiebel insbesondere von der Masse abhängig. Darauf geht der von dir zitierte Artikel leider nur in zwei Teilsätzen ein. Konkret bedeutet das, dass zwei Maschinen mit unterschiedlichem Gewicht, aber gleichem Flächendruck aufgrund angepasster Bereifung nicht die gleiche Bodenschädigung/-verdichtung herbeiführen. Diese ist durch die schwerere Maschine größer, da die Druckzwiebel hier breiter ist und tiefer reicht, wie gesagt, obwohl der Flächendruck gleich ist.

Aufgrund der Verwendung breiterer Reifen und damit veringertem Flächendruck und infolgedessen geringerer Einsinktiefe ergibt sich ein weiterer Nachteil (zumindest prinzipiell). Die geringere Einsinktiefe erlaubt ein Befahren nasserer Böden, wo die Schädigung größer ist als bei trockeneren Böden.

Der zentrale Punkt ist, das, bezogen auf die Bodenschädigung, die Verwendung schwererer Maschinen durch die Verwendung breiterer Reifen nicht kompensiert werden kann. Infolgedessen ist die Aussage des Kommentars so nicht haltbar.

Viele Grüße Andreas

PS: Ich möchte damit nicht sagen, dass wir jetzt alle unser Holz wieder mit Pferden rücken sollen. ;-)
 
Hallo Freunde, ich finde Nordschleifen-IHC hat uns zum nachdenken angestoßen.

Genau wie ich werden sich über Bodenverdichtung in der Forst wenige Gedanken gemacht haben.

Aber man lernt ja nie aus! 

Das Holzrücken mit Pferden finde ich sehr interessant, würde mich über ein paar Einsatzbilder feuen.

Ich selbst kann da nich mit um. Solche Traditionen sollten weiter gegeben werden !!!

Wer jetzt die höhere Bodenverdichtung hinterlässt ???

Mit Sicherheit kann ich sagen: wo ein Harvester duchgegangen ist, siehts aus wie nach dem Schlachtfeld.

Sicher kommts auch auf den Geräteführer an aber die stehen alle unter Zeitdruck.

Für mich ist wichtig, ich möchte noch einige Jahre in den privaten Wäldern ein paar Meter Holz rausholen dürfen. 

Wenn die Besitzer merken, daß ich da mehr zerstöhre als pflege wars das ...

 

 

 

 

Bei ner schwarzen Wolke gibt’s kein Regenwetter sondern es zeigt sich bald ein Neusser Schlepper

Viele Grüße Henry
 
Bodenverdichtungen sind immer ein Thema über das es sich lohnt nachzudenken und zu diskutieren.

Ich hatte ja schon in einem meiner vorherigen Beiträgen geschrieben das ich über eine Bodendrucksonde verfüge.

Eine Bodendrucksonde ist nichts anderes als ein ca. 100 mm langer Metallstab der am unteren Ende einen definierten Kegel hat.

Mit einer Bodendrucksonde kann man feststellen ob und in welcher Tiefe es Verdichtungen im Boden gibt

Das funktioniert relativ einfach man drückt die Sonde mit dem Kegel voran in den Boden, trifft man dabei auch eine Schadverdichtung geht es nur sehr schwer oder überhaupt nicht mehr weiter.

So sieht die Spitze bzw. der Kegel einer Bodendrucksonde aus:

Bodendrucksonde-Kegel.jpg


Ich habe mir auf die Anregung von Nordschleifen – IHC heute Nachmittag mal die Mühe gemacht und bin mit dem 353 mit angebautem Kontergewicht (500 kg) in einen Buchenbestand gefahren

In diesem Bestand gibt es keine Rückegassen, der ist noch nie mit einem Harvester, Skidder oder ähnlichen befahren worden

Auf dem Bild kann man schön die Eindringtiefe der Bodendrucksonde ohne "Überfahrt" sehen, tiefer geht nicht.

Bodendrucksonde-vorne.jpg


Die Eindringtiefe entspricht nach meiner Erfahrung so ungefähr der Mutterbodenauflage in meiner Heimatregion

Danach habe ich die Stelle 6 x mit dem 353 sowohl mit der Vorderachse wie auch mit der Hinterachse überfahren

Auf diesem Bild kann man die maximale Eindringtiefe der Bodensonde nach 6 Überfahrten  in der Fahrspur des 353 sehen.

Bodendrucksonde-hinten.jpg


Ich sehe da keinen nennenswerten Unterschied!

Wenn die These von Nordschleifen – IHC aber stimmen würde hatte ich nach meiner Erfahrung  nach den Überfahrten schon bei einer geringeren Eindringtiefe der Bodendrucksonde eine „Verdichtung“ bemerken müssen

Also kann man bei normalen Verhältnissen mit einem relativ leichten Schlepper so wie er von Henner 453 und vielen andern verwendet wird, nach meiner Ansicht relativ bedenkenlos in einen Bestand fahren

Ich glaube ja nicht das die gleiche „Messung“ bei einem Pferd im Bereich der Aufstandsfläche der Hufe viel besser ausgesehen hätte.

 

Als Ergänzung muss ich noch erwähnen, das der 353 im Moment noch mit Diagonal Reifen in der Dimension 12.4-32 ausgestattet ist.

Und die Dimension und die diagonale Bauart der Reifen sind alles andere, aber garantiert nicht bodenschonend.

 

 
 
Hallo Ralf, danke für deine Messung.

Könntest du evtl. deine Bodensonde mal  eine Moutenbikespur/Weg stechen wenn es mal gerade passt?

Da es bei uns die ersten Berge sind, weit und breit, werden diese gern fürs Biken genutzt. (Teutoburger Wald - Hockendes Weib )

Da sind dann kreuz und quer Wege im Wald. Sollte es solche Wege bei Dir auch geben, würde ich mich der Zustand mal so zu Vergleichszwecken interessieren.

Mir gehört der Wald ja nicht und ich möchte da auch keinem was verbieten aber dann wüsste man wer den größeren Schaden anrichtet - 

einmal im Jahr mit dem kleinen Schlepper im Wald oder permanent 7 Mountenbiker hintereinander. 

Da muss man beim fällen echt aufpassen, ich kann ja nicht alles mit Flatterband absperren und hab dann immer noch keine Sicherheit, daß da keiner drunter durch schlüpft.

Beim letzen Einsatz hab ich mir fast in die Hosen gepinkelt. Ich war gerade dabei die Stämme übereinander zu stapeln, da sah ich ein Jogger ankommen, ihm vorraus ne Dogge. Mein Kumpel stand seitlich und schaute mir zu, er hatte die Stämme auf 5 Meter gekürzt.

Die Dogge lief an ihm vorbei, von hinten da hat er sich so erschrocken, daß er fast die Säge fallen ließ. :-)

 

 

 

Bei ner schwarzen Wolke gibt’s kein Regenwetter sondern es zeigt sich bald ein Neusser Schlepper

Viele Grüße Henry
 
Hallo, da kann ich Henry nur zustimmen:

" Mit Sicherheit kann ich sagen: wo ein Harvester duchgegangen ist, siehts aus wie nach dem Schlachtfeld."

Also unser einer fährt da erstmal nicht mehr durch die Rückegasse. Die Spuren sind teilweise so tief, das man Angst haben muß das der Schlepper umkippt und das ist dann Boden- und Wald schonend ? Andererseits entstehen so natürlich auch viele "Feuchtbiotope", die ja auch wichtig sind.

Gruss Klaus
 
Hallo,

ich kann euch auch nur zustimmen. Wo ein Harvester durch ist, sieht es aus wie auf einem Truppenübungsplatz!

Wir haben 2008 Tannen fällen lassen und die Holzfäller sind mit einem Vollernter gekommen. Bis dieses Jahr war das Feld wo die durchgefahren sind unbewirtschaftbar. Dort wo sie über das andere Feld gefahren sind, sieht man ganz gut wo gefahren wurde. Dort wächst nurnoch die Hälfte als einen Meter nebendran obwohl intensiv gedüngt wurde. Die Rückegasse bestand aus aus den Ästen der Tannen. Wir wollten die Äste eigentlich klein sägen und verheizen aber nichtmal mit dem Bagger bekamen wir die raus. Jetzt wächst dort überall Springkraut...

Klar geht es schneller und bequemer aber ob das auf Dauer sinnvoll ist?

Wir fällen jetzt ausschließlich nurnoch selber und räumen danach gleich auf. Ich finde es ist die sauberste und schonenste Art.
 
Aufgrund der Verwendung breiterer Reifen und damit veringertem Flächendruck und infolgedessen geringerer Einsinktiefe ergibt sich ein weiterer Nachteil (zumindest prinzipiell). Die geringere Einsinktiefe erlaubt ein Befahren nasserer Böden, wo die Schädigung größer ist als bei trockeneren Böden.

Ich glaube Andreas hat es mit diesem Satz ziemlich genau getroffen,  wenn die Böden egal ob auf dem Feld oder im Forst nicht mehr tragfähig sind weil sie mit Wasser gesättigt sind, hat keine Maschine und kein Pferd mehr was darauf „verloren“.

Die Schuld alleine in den schweren Maschinen zu suchen halte ich für falsch, der Fehler liegt zwischen den Ohren des Fahrers oder desjenigen der dein Einsatz unter solchen Umständen zu verantworten hat.
 
Lieber RalfG, Du hast schlicht nicht verstanden, worum es geht.

Das Problem ist nicht der Flächendruck, sondern die Verdichtung durch Motorvibrationen.

Jede Rüttelplatte arbeitet nach dem gleichen Prinzip.

Pferde und Menschen haben aber keinen Motor, die vibrieren nicht.

Was ich hier geäußert habe, sind im übrigens keine "Theorien", sondern handfeste wissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie in unseren Wäldern seit vielen Jahren von der RWTH Aachen (und das ist wirklich kein Verein von "Öko-Fuzzis") erarbeitet wurden und werden. Ein dort ansässiges Forscherteam begleitet die Arbeit von Förster Peter Wohlleben in Hümmel. Diese Leute setzen erheblich aufwendigeres Equipment ein als Bodendrucksensoren.....

Wer lieber etwas aus dem Süddeutschen möchte, möge hier nachlesen:

www.fva-bw.de/publikationen/fff_bericht/fff_h_79.pdf

Es ist naheliegend, dass die Größe der Motoren beim Ausmaß der Schäden eine Rolle spielt. Und natürlich auch die Witterung.....

Ackerflächen und Grünland sind durch den jahrzehntelangen Traktoreneinsatz schon weitestgehend verdichtet.

Aufgrund der Pflanzengröße des Bewuchses wirkt sich das allerdings nicht so dramatisch auf die sichtbare Vegetation aus.

Die Wasserspeicherfähigkeit dieser Böden ist natürlich in den letzten ca. 70 Jahren massiv zurück gegangen.

Ein Grund mehr, im Wald nun extrem vorsichtig zu sein, der stellt die letzten Reserven dar....

Das bedeutet nicht immer und überall den Einsatz von Pferden.

Auch kleine Rote aus Neuss mit geschickten Hobby-Holzwerbern, die gut mit der Winde umgehen können, schonen den Wald im Vergleich zu großen Forstunternehmen mit ihren Monstermaschinen ungemein....
 
Lieber Nordschleifen-IHC,

zum „aufspüren“ von Bodenverdichtungen braucht es nicht mehr als eine Bodendrucksonde, ich habe mich in der Zeit von 1997 -2006 immer wieder mit dem Thema Bodendruck beruflich beschäftigen dürfen, der Motor des 353 lief beim überfahren der „Messstellen“

Und die Motorvibrationen werden sich bei einem „gummibereiften“ Fahrzeug nur unwesentlich in den Boden übertragen ich neige sogar dazu das die Effekt bei eben diesen Fahrzeugen völlig zu vernachlässigen ist

Und das der Boden im Wald „wertvoller“ als Ackerflächen und Grünland sein sollen halte ich aber für ein Gerücht

Schadverdichtungen auf Ackerflächen, die durch das alte „Kulturwerkzeug“ Pflug verursacht werden sind mindestens genauso schlimm, allerdings noch viel häufiger vorhanden
 
Aha...

Dann sind also die Ingenieure der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule Aachen oder der Forstschule Freiburg alle viel dümmer als Du, gell?

Die haben nämlich festgestellt, dass die Motorvibrationen trotz Gummibereifung das Hauptproblem darstellen.....

Diese Erkenntnisse sind noch recht jung, aber 2006 gab es sie schon, augenscheinlich nur nicht in Deinem beruflichen Umfeld....

Der Waldboden wird bei weitem noch nicht so lange und so intensiv mit schweren Maschinen befahren wie Ackerflächen und Grünland.

Deshalb ist er halt noch nicht so stark verdichtet.

Und er muss aufgrund der enormen Größe seines Bewuchses ("Bäume") ganz andere Anforderungen hinsichtlich seiner Wasserspeicherkapazitäten erfüllen.

Eben weil große Bäume auch erheblich mehr Wasser verdunsten als Mais oder Gerste.

Deshalb trifft es den Wald so viel härter als den Acker, wenn man dort den Boden verdichtet.

Und da der Waldboden bei weitem noch nicht so verdichtet ist wie der Acker- oder Grünlandboden, haben wir dort noch Reserven. Die wir im Sinne des Hochwasserschutzes und des Klimawandels (mehr Wetter-Extreme) auch dringend brauchen....

Mag schon sein, dass die Hersteller von Forst- und Agrarreifen oder schweren Forstmaschinen (ich vermute, in der Ecke wirst Du beruflich tätige gewesen sein) das nicht so gerne hören....
 
Mit Sicherheit sind die nicht dümmer, aber ich habe schon viele Studien kommen und gehen sehen…………….und Du mit Sicherheit auch. Und spannend ist es bei Studien grundsätzlich zu wissen, wesen Kind diese sind, bzw. wer diese bezahlt hat, das sagt nach meiner Erfahrung mehr über die Wertigkeit dieser Studie aus.

Und so dramatisch wie Du auf das Bild von Henner 453 reagiert hast scheint die Sache nicht zu sein, jedenfalls kann ich das mit einem vergleichbaren Schlepper  und einer einfachen Bodendrucksonde nichts von dem feststellen was Du hier angeprangert hast.

Den Herstellern von Forstmaschinen und Forst bzw. Agrarreifen sind solche Studien nun wirklich völlig egal, die bauen das und verkaufen das was der Markt fordert. Ganz im Gegenteil solche Studien eröffnen neue Verkaufschancen und dementsprechend eine neues Geschäft.Also ich glaube die würden sich eher freuen wenn die Studie und deine daraus abgeleiteten Forderungen Realität werden würden.

Das Gummi oder mit Luft gefüllte Gummielemente wie Reifen keine Vibrationen minimieren bzw. die weiterleitung dieser Vibrationen verhindern sollen……………wenn dem so wäre muss ja die gesamte Industrie umdenken, weil das würde ja heißen das alle Silentblöcke und sonstige Einrichtungen unwirksam sind

Edit: Spannend wäre auch noch zu wissen wie Du dir das Szenario der zukünftigen Waldbewirtschaftung vorstellst bzw. was Du den Lesern dieses Threades empfehlen würdest wie Sie in Zukunft ihr Holz bergen sollen
 
Empfehlungen diesbezüglich habe ich doch schon gegeben:

www.gemeinde-huemmel.de/index.html

Die Konsequenz aus den Forschungsergebnissen der RWTH und anderer für die Leser dieses Forums ist recht einfach:

- Fahren grundsätzlich nur auf Rückegassen!

- Abstand der Rückegassen zueinander so groß wie möglich!

- Maschinenausstattung so leicht und so klein wie möglich!

Dass Gummi Vibrationen dämpft, steht außer Frage. Sicher wäre die Bodenverdichtung beim Einsatz von reinen Stahlräder noch viel schlimmer.

Aber die jüngeren Forschungen in der Forstwirtschaft haben leider gezeigt, dass auch sehr breite Reifen und eine damit einhergehende starke Reduzierung des Bodendrucks auf den hoch empfindlichen Waldböden eben NICHT verhindern können, dass der Waldboden bis in große Tiefen auf Jahrhunderte unwiederbringlich verdichtet wird.

Bodengeologie ist halt kein Maschinenbau, die physikalischen Gegebenheiten von hier nach dort so einfach zu übertragen, ist leider unzulässig.

Spannend für die Leser dieses Forums ist es m.E., dass sie mit ihrem vergleichsweise leichten Gerät erheblich freundlicher zum Waldboden sind als große Forstbetriebe mit Vollerntern und großen Forwardern.

Sicher braucht das Rücken mit Winden auch mehr Zeit.

Aber wenn es in naher Zukunft darum gehen wird, wer noch Holzlose zugeteilt bekommt, ist es gar nicht so dumm, wenn man die von mir geschilderten Sachverhalte kennt......
 
Tja, Jungs, tut mir ja auch leid, wenn ich Euch mit Bodenverdichtung Kopfschmerzen mache....

Aber wenn nicht ich dann eben demnächst jemand anders....

Wer weiter im Wald schaffen will, sollte sich damit befassen.

Oder er fliegt demnächst da raus....
 
Wieso bäää...?

Das ist doch ein Forum hier,  ich finde die Diskussion sehr interessant.

Liebe Grüsse
 
Also ich muss sagen, ganz uninteressant finde ich die Disskussion zwischen Nordschleife und Ralfie ja auch nicht... besser als jegliches Hirnlos-TV allemal, aber ich fände es besser wenn man dafür einen separaten Beitrag aufmacht und in diesem hier weiter einfach nur die Bilder und Videolinks postet wie die Leute so ihr Holz machen (Wenn sich das noch einer traut ;-) ).
 
Stimmt, vom eigentlichen Eröffnungsthema des threads sind die Beiträge etwas abgeglitten. Jedoch muß man sagen dass das momentane Thema durchaus alle die privat Holz machen, etwas angeht. Weiterhin ist es durchaus von Vorteil, wenn man zum Thema Bodenverdichtung sein Wissen noch ergänzen kann. Bei mir im Raum Tübingen ( Naherholungsgebiet Schönbuch ) wird seitens der Förster peinlichst genau darauf geachtet, das Flächenlosholz nur über die gegebenen Rückegassen gerückt oder abgefahren wird und das auch nur bei trockener Witterung die Rückegassen befahren werden. Außerdem wird bei jedem Holzverkauf ein entsprechendes Merkblatt mit beigelegt, auf dem die Regeln stehen, übrigens auch die Kosten bei nichteinhalten.

Gruss Klaus
 
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