Hallo Henry,
das Böse ist leider, dass Du die Bodenschäden durch eine Maschinenbefahrung nicht sehen kannst.
Ein paar Spurrillen sind nicht schlimm, die sind gar nicht das Problem....
Die Bodenverdichtung, die man sich wirklich so vorstellen muss wie das Zusammendrücken eines Schwamms, findet unsichtbar ziemlich weit unten statt.
Und die Schäden durch eine dann einsetztende mangelnde Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zeigen sich eben auch erst nach etlichen Jahren.
Dann aber heftig, möglicherweise noch stark gefördert durch den Klimawandel, der uns mutmaßlich nicht nur stark verregnete Sommer, sondern auch immer mal wieder das genaue Gegenteil bescheren wird.
Du hast schon Recht, viele staatliche Forstämter richten mit sehr schweren Harvestern und Forwardern noch viel schlimmere Schäden an als ein paar kleine Holzwerber mit ihren alten IHCs.
Aber wie spricht der Dichter? "Schlimmer geht immer..."
Anders als bei einem Schwamm gehen die "Bodenporen" leider nicht wieder auf, wenn der Schlepper weg ist, einmal verdichtet heißt für viele hundert Jahre verdichtet.
Das sind relativ junge forstwissenschaftlich Erkenntnisse, die leider von der meisten Forstleuten komplett ignoriert werden. Zu Lasten kommender Generationen...
Hier findet Ihr mehr dazu:
www.forstbetrieb-huemmel.de/index.html
Die Bücher von Förster Peter Wohlleben kann ich nur jedem empfehlen, der mit Holz und Wald zu tun hat.
In Hümmel wird sehr viel mit kleineren Schleppern von den Rückegassen aus per Winde gerückt
Auch Pferde kommen zum Einsatz, heute fast immer in Kombination mit Maschinen.
Das macht durchaus Sinn, wenn man ein wenig längerfristig denkt.
Und das braucht es im Wald nun mal.... Holz wächst nun mal nicht so schnell.